Von: Matthias Knapp
Borca – Am Monte Pelmo in den Belluneser Dolomiten tritt keine Ruhe ein. Wieder ist es am späten Vormittag zu Felsstürzen und Muren gekommen. Dies wurde vom Präsidenten der Region Venetien, Alberto Stefani, bestätigt. Er hat in den sozialen Medien mehrere Bilder veröffentlicht.
Der Präsident sprach auf Facebook von mehreren Muren größeren Ausmaßes. Bereits seit einigen Tagen sei es am Monte Pelmo immer wieder zu Steinschlägen gekommen.
Luca Olivotto, der Bürgermeister von Borca im Cadore-Tal, hat mittels Anordnung sämtliche Wanderwege in der Umgebung geschlossen. Die Sperre ist seit Montag in Kraft. Trotz allem sollen sich Wanderer in die Zone vorgewagt haben. Stefani ruft Einheimische und Touristen zu maximaler Vorsicht auf.
Der Monte Pelmo im Veneto gilt als einer der großen Felsdome in den Dolomiten, ein Berg von gewaltigen Ausmaßen, und ist ist mit 3168 Höhenmetern einer der höchsten Gipfel in den Dolomiten. Zusammen mit dem Monte Rite und anderen Gipfeln trennt er das Val di Zoldo südlich von Cortina d’Ampezzo vom Valle del Boite und dem Val Fiorentina.
Möglichkeiten zur Besteigung bietet der Berg nur wenige. Ausgangspunkt ist zumeist Cortina d’Ampezzo über das Rifugio Venezia. Der bekannteste und einfachste Anstieg führt über die Südostflanke.
Olivotto erklärte gegenüber dem Gazzettino, dass sich derzeit sechs bis sieben Mal am Tag Geröll seitlich vom Berg löse. Zum letzten größeren Steinschlag sei es am Dienstag gekommen. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Wie die „Società Alpinisti Tridentini SAT“ erklärt hat, würden die anhaltende Sommerhitze und das beschleunigte Abschmelzen von Schnee- und Eisfeldern in den Dolomiten vermehrt zu instabilen Felsformationen und unvorhersehbarem Geröllschlag führen. Ein junger Brixner ist erst kürzlich von herabstürzendem Gesteinsmaterial getroffen worden.




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