Von: Lukas Unterkofler
Kastelruth/Völs – Nach zwei mutmaßlichen Cyberangriffen auf Kühlanlagen in Südtirol wächst die Sorge vor weiteren Attacken. Das Land prüft Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Unternehmen.
Zwei Betriebe in Kastelruth und St. Konstantin bei Völs sind nach bisherigem Kenntnisstand ebenfalls Ziel der jüngsten Hackerangriffe auf Kühlanlagen in Supermärkten in mehreren europäischen Ländern geworden.
Im “Konsummarkt” in Kastelruth stieg die Temperatur in den Kühlanlagen plötzlich an. Auch in einem kleinen Geschäft nahe dem Campingplatz in St. Konstantin in Völs trat am Montag beim Öffnen der Kühlzelle warme statt kalter Luft aus. Ein Techniker bestätigte im ersten Fall eine Manipulation des Systems. Ob tatsächlich Hackerangriffe dahinterstecken, wird noch untersucht.
Die Vorfälle haben auch die Landespolitik auf den Plan gerufen. Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo kündigte einen Runden Tisch mit den Wirtschaftsverbänden an. Dabei sollen mögliche Sonderförderungen für Investitionen in die Cybersicherheit geprüft werden, insbesondere für die Lebensmittelbranche. Auch die Supermarktkette Poli will ihre Schutzmaßnahmen verstärken.
Auch in Südtirols Nachbarprovinz Trient ist es zu Vorfällen gekommen, die nun Gegenstand von Ermittlungen sind. In zwei Geschäften – in der Valsugana sowie vor den Toren der Hauptstadt Trient – sollen Cyberkriminelle ebenfalls die Kühlanlagen der Lebensmittel manipuliert haben.




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