Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Die Arbeiten zur Sicherung des vor einigen Wochen teilweise eingestürzten Gerichtsgebäudes in Bozen schreiten planmäßig voran. Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi hat am 6. August über den Stand der Arbeiten informiert, die eine schrittweise Wiederaufnahme der gerichtlichen Tätigkeiten ermöglichen sollen.
Am Gerichtsgebäude wurden inzwischen Gerüste aufgebaut und Sensoren zur Überwachung der Gebäudestruktur installiert. Damit kann der Umzug der Büros der Staatsanwaltschaft in das Gebäude in der Rittner Straße 13 in Bozen beginnen. Auch der Umzug des Amtes für Sprachgruppenzugehörigkeit in das Landhaus am Ambrosoli-Platz in Bozen steht bevor.
Nach den vorbereitenden Arbeiten der vergangenen Wochen haben die Arbeiten zur Montage der Gerüste begonnen, die weitere Eingriffe am Gebäude ermöglichen sollen. Gleichzeitig wurde ein System zur Überwachung der Gebäudestruktur installiert. Es besteht aus Sensoren, die mögliche Bewegungen des Gebäudes in Echtzeit erfassen und den Technikerinnen und Technikern die notwendigen Daten liefern, um die Sicherheitsbedingungen am Gebäude laufend zu überprüfen.
“Der Beginn der strukturellen Überwachung ist ein entscheidender Moment: Wenn die Daten zeigen, dass das Gebäude stabil ist, können ab 17. August die Arbeiten für den Umzug der Büros der Staatsanwaltschaft in den Sitz in der Rittner Straße 13 beginnen”, erklärte Landesrat Bianchi beim Presspoint am Gerichtsplatz. “Parallel dazu werden wir am morgigen Freitag, 7. August, der Landesregierung die Beschlüsse zur Unterzeichnung der Verträge für die beiden provisorischen Sitze vorlegen, damit der gemeinsam mit den Justizbehörden vereinbarte Zeitplan für den Umzug der Büros eingehalten werden kann.” In der Tat sind auf der Tagesordnung der Landesregierungssitzung zwei Beschlussvorschläge von Landesrat Bianchi zur Anmietung der Gebäude, die als provisorische Sitze für die Staatsanwaltschaft und das Landesgericht vorgesehen sind (LPA hat berichtet).
Das Ressort von Landesrat Bianchi koordiniert zudem die Neuorganisation der mit dem Gerichtsgebäude verbundenen Dienste, um die Unannehmlichkeiten für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Beschäftigten möglichst gering zu halten. In diesem Zusammenhang wird auch der Dienst für die Erklärungen zur Sprachgruppenzugehörigkeit wieder aufgenommen. Der Dienst wird vorübergehend im gleichen Landhaus wie die Landesabteilung Grundbuch, Kataster und Gebäude-Kataster am Giorgio-Ambrosoli-Platz 16 in Bozen untergebracht.
Dort soll nach der Genehmigung durch den Datenschutzbeauftragten, die Generalsekretär Eros Magnago erhalten hat, die Digitalisierung aller 600.000 Erklärungen zur Sprachgruppenzugehörigkeit möglich sein.
“Unser Ziel bleibt es, sicherzustellen, dass alle Tätigkeiten so reibungslos wie möglich fortgeführt werden können. Wir begleiten jede Phase dieses Prozesses zu jeder Zeit aufmerksam, um die Belastungen für alle Betroffenen möglichst gering zu halten”, erklärte Landesrat Bianchi. Das Land werde die Bürgerinnen und Bürger weiterhin über den Fortschritt der Arbeiten und die nächsten Schritte des für das Gerichtsgebäude erstellten Plans informieren, so der Landesrat.




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