Der Oktober war warm, sonnig und sehr trocken

Oktober blieb in Österreich weiter enorm trocken

Montag, 02. November 2026 | 11:55 Uhr

Von: importer

Der Oktober hat die enorme Trockenheit hierzulande laut Bilanz der Geosphere Austria weiter verlängert. Zudem gab es deutlich höhere Temperaturen. Im Westen, Norden und Osten Österreichs verlief der Oktober deutlich wärmer als südlich des Alpenhauptkammes, wie es am Montag in einer Aussendung hieß. Es gab insgesamt sieben Sommertage, also Tage, an denen die Temperatur 25 Grad erreichte oder überstieg – im langjährigen Mittel sind es nur drei. Dafür regnete es viel zu wenig.

Im bundesweiten Flächenmittel wurde von den Expertinnen und Experten der Geosphere ein Niederschlagsdefizit von 40 Prozent berechnet. Seit Jahresbeginn fehlt rund ein Drittel des Niederschlags. “Das entspricht in absoluten Zahlen einem Minus von 320 Millimeter oder Liter pro Quadratmeter seit 1. Jänner”, sagte Geosphere-Austria-Klimatologe Alexander Orlik. “Sollte es bis zum Jahresende bei einem Defizit von einem Drittel bleiben, dann würde das Jahr 2026 das trockenste Jahr in der Messgeschichte werden.”

In manchen Gegenden des Landes fiel das Regen-Minus sogar noch massiver aus: In Unterkärnten, in der Steiermark südlich der Enns, im Burgenland, in Wien und in der Osthälfte Niederösterreichs fiel im vergangenen Monat um 50 bis 70 Prozent weniger Nass. Die größten Abweichungen von 70 bis zu 85 Prozent zum Klimamittel traten in einem breiten Streifen von der Koralpe bis in das südliche Wiener Becken auf. Am wenigsten Regen fiel in Retz in Niederösterreich. Die dortigen neun Millimeter bedeuten laut Aussendung ein Niederschlagsdefizit von 74 Prozent. Dieses betrug am Schöckl bei Graz, wo zehn Millimeter Regen fielen, gar 87 Prozent.

Wärmer und deutlich mehr Sonne als im Klimamittel

Der diesjährige Oktober war zudem sehr warm. “Gemittelt über den gesamten Monat war er um 1,0 Grad wärmer als das Klimamittel 1991 bis 2020”, sagte Orlik. Die höchste Temperatur wurde mit 27,8 Grad am 1. Oktober in Wieselburg in Niederösterreich auf 259 Metern Höhe gemessen. Der kälteste bewohnte Ort des Landes war Liebenau in Oberösterreich auf 846 Meter Höhe, wo die Messstation der Geosphere am 23. Oktober minus acht Grad registrierte.

Das Land zeigte sich im Oktober auch besonders sonnig. Im Flächenmittel schien die Sonne 137 Stunden und damit um 21 Stunden länger als das Klimamittel des Vergleichszeitraumes 1991 bis 2020. Deutlich sonniger war es zuletzt im Jahr 2021 in diesem Monat. Vom Innviertel bis ins Weinviertel sowie im Burgenland und in Teilen der Oststeiermark schien die Sonne um 25 bis 50 Prozent häufiger, wie es laut Geosphere hieß. Im Waldviertel und in Teilen des Weinviertels gab es im Vergleich zu einem durchschnittlichen Oktober sogar um 50 bis 70 Prozent mehr Sonnenschein.

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