Analyse der Stiftung Gimbe

Sanität: Südtirols fällt im Bereich Prävention durch

Mittwoch, 23. September 2026 | 11:58 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Bei den wesentlichen Betreuungsstandards im Gesundheitswesen (LEA) offenbart eine aktuelle Analyse der renommierten medizinischen Forschungsstiftung „Gimbe“ für das Jahr 2024 deutliche Unterschiede in der Region: Während das Trentino im nationalen Spitzenfeld mitmischt, hinkt Südtirol hinterher. Im Bereich der kollektiven Prävention werden die Ergebnisse sogar als ungenügend eingestuft.

Laut den Daten der Gimbe-Stiftung erreicht Südtirol bei den LEA-Leistungen – also jenen Gesundheitsdienstleistungen, die kostenfrei oder gegen eine Eigenbeteiligung erbracht werden – lediglich 206 von 300 möglichen Punkten. Damit belegt Südtirol im italienweiten Vergleich nur den 17. Rang.

Nach den Kriterien des Neuen Garantiesystems (NSG) fällt Südtirol durch, da die Ergebnisse im Bereich der kollektiven Prävention ungenügend sind. Immerhin zeigt der Trend leicht nach oben: Gegenüber dem Vorjahr konnte das Land vier Punkte zulegen.

Unter den 27 ausgewerteten Indikatoren schneidet Südtirol in der wohnortnahen Gesundheitsbetreuung (Rang neun) am besten ab. Bei der Krankenhausbetreuung (Rang 19) und der Prävention (Rang 20) belegt das Land hingegen Plätze im hinteren Drittel.

Trentino auf Platz fünf trotz Punktverlusten

Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Südtirols Nachbarprovinz: Das Trentino belegt mit 271 Punkten den hervorragenden fünften Rang auf nationaler Ebene und erfüllt sämtliche Vorgaben. Zwar büßte das Trentino im Vergleich zu 2023 sieben Punkte ein, liegt aber bei der Prävention auf Platz eins und bei der Krankenhausversorgung auf Platz zwei. Einzig bei der wohnortnahen Gesundheitsbetreuung rutschte die Nachbarprovinz auf den zwölften Rang ab.

Bezirk: Bozen

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