Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Wer Pfifferlinge und andere Pilze in Südtirols Wäldern findet, freut sich meist auf ein schmackhaftes Pilzgericht.
Damit der Genuss unbeschwert bleibt, erinnern das Gesundheitsressort und der Südtiroler Sanitätsbetrieb an wichtige Vorsichtsmaßnahmen.
“Pilzvergiftungen lassen sich vermeiden, indem man nur eindeutig bestimmbare Pilze sammelt. Im Zweifel sollten die Pilze immer von Fachleuten kontrolliert werden. Gesundheit geht vor, auch wenn ein Fund noch so vielversprechend aussieht”, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Schon ein einzelner giftiger Pilz kann zu schweren gesundheitlichen Folgen führen, heißt es vom Gesundheitsressort. Ein wichtiger Anlaufpunkt sind die mykologischen Kontrollstellen des Dienstes für Hygiene der Lebensmittel und Ernährung (SIAN) des Südtiroler Sanitätsbetriebs.
In allen vier Gesundheitsbezirken bieten Fachleute kostenlose Beratungen zur Bestimmung von Pilzen an. Wer unsicher ist, kann seine gesammelten Pilze dort überprüfen lassen. Informationen zu Standorten und Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite des Südtiroler Sanitätsbetriebs.

In Südtirol ist das Pilzesammeln an geraden Kalendertagen von 7.00 bis 19.00 Uhr erlaubt
Auch essbare Pilze verdienen Aufmerksamkeit. Viele Arten müssen vor dem Verzehr ausreichend gegart werden, so die Fachleute im Sanitätsbetrieb. Erst durch eine Garzeit von mindestens 20 bis 30 Minuten werden hitzeempfindliche Giftstoffe zerstört. Gleichzeitig gilt: Nicht alle Giftstoffe verlieren beim Kochen ihre Wirkung.
Pilze sind zudem schwer verdaulich und leicht verderblich. Sie sollten möglichst kühl gelagert und innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Die Fachleute im Sanitätsbetrieb empfehlen, Pilze nur in Maßen zu essen. Auch mehrere Pilzmahlzeiten an aufeinanderfolgenden Tagen können Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
Besondere Vorsicht gilt laut Gesundheitsressort für Kinder, Schwangere, ältere Menschen sowie Personen mit Verdauungsproblemen oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Sie sollten Pilze nur in kleinen Mengen und stets gut durchgegart verzehren.
Treten nach dem Verzehr Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwindel oder andere Symptome auf, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Hilfreich ist es, Pilz- oder Speisereste aufzubewahren. Sie können die rasche Bestimmung der Ursache unterstützen.




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