Von: importer
Bei dem schweren Reisebusunfall in der Schweiz sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am Freitag berichtete. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag am Spätnachmittag. Insgesamt seien 45 Personen in dem niederländischen Bus gewesen. Zur Unglücksursache machte die Polizei keine Angaben.
“Die Staatsanwaltschaft Graubünden klärt gemeinsam mit der Kantonspolizei die Umstände ab, die zum Unfall des Reisecars geführt haben”, hieß es lediglich. Die Feststellung der Identität aller an Bord sei noch im Gange, sagte ein Sprecher der Polizei.
Tour führte ins Engadin
Der Bus war mit einer niederländischen Reisegruppe unterwegs. Die Tour führte ins Engadin, eine Tourismusregion im Kanton Graubünden. Der Bus war auf dem Weg nach Susch, nahe einem Schweizer Nationalpark und am Fuß des 2.383 Meter hohen Flüelapasses. Der niederländische Reiseveranstalter Oad äußerte sich bestürzt über das Unglück: “Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen.”
Zwischen den Orten Susch und Zernez sei der Bus gegen eine Leitschiene gestoßen, von der Straße abgekommen und auf die Seite gestürzt, sagte ein Polizeisprecher dem Sender SRF. Schließlich blieb er auf einer niedrigen Böschung neben der Fahrbahn liegen. Die Ermittler gehen Medienberichten zufolge davon aus, dass kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt war. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr rückten mit zahlreichen Fahrzeugen und einigen Helikoptern zu der Unfallstelle aus. Das Aufgebot der Einsatzkräfte blieb bis spät in der Nacht am Ort des Geschehens.
Lückenlose Aufklärung versprochen
Der Schweizer Präsident Guy Parmelin hatte am Abend eine umfassende und gründliche Aufklärung des Unfalls versprochen. Er sprach den Angehörigen der Opfer auf der Plattform X sein Mitgefühl aus. Er sei “zutiefst schockiert und bestürzt” über das Unglück. Die Bündner Regierung sprach den Betroffenen ebenfalls ihr Mitgefühl aus. Für Freitagnachmittag ist eine Schweigeminute geplant.
Wie die niederländische Zeitung “Algemeen Dagblad” berichtete, war der Bus mit der Reisegruppe am Montag Richtung Österreich aufgebrochen. Am Unglückstag sei ein Tagesausflug in die Schweiz auf dem Programm gestanden. Der Bus soll dem Reisebusunternehmen Hartemink aus Eibergen gehören. Eibergen ist eine Ortschaft in der noederländischen Provinz Gelderland.




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