Mehrere Waggons eines Passagierzugs entgleist

Sieben Tote und 112 Verletzte bei Zugsunglück in Ägypten

Sonntag, 08. November 2026 | 20:56 Uhr

Von: importer

Bei einem Zugsunglück in Ägypten sind nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 112 weitere verletzt worden. Bei dem Unfall in Gizeh seien mehrere Waggons eines Passagierzugs entgleist, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Unfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Kairo und Assuan, die als wichtigste Verbindung zwischen der Hauptstadt und der Nil-Stadt weit im Süden gilt. Das Außenministerium in Wien zeigte sich auf X “zutiefst betrübt”.

“Keine Worte können den Schmerz der Hinterbliebenen lindern. Österreich steht Ägypten in dieser schweren Zeit zur Seite, und wir wünschen allen Verletzten eine rasche Genesung”, hieß es in dem Beitrag.

Die staatliche Eisenbahnbehörde teilte mit, dass ein Zug in das hintere Ende eines weiteren Zugs gefahren sei. Mehr als 70 Krankenwagen waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Außerdem wurden Kräne zur Unfallstelle gebracht, um Wrackteile zu beseitigen und die Strecke schnell wieder für den Zugverkehr freizugeben. Örtliche Medien verbreiteten Fotos von der Unfallstelle, an der mehrere Waggons seitlich auf der Strecke lagen oder von der Bahntrasse auf Ackerland kippten.

Regierung arbeitet seit Jahren an Modernisierung

In dem nordafrikanischen Land kommt es regelmäßig zu teils schweren Zugunfällen. Dabei gab es auch in vergangenen Jahren immer wieder Dutzende Tote und Verletzte. Eines der schwersten Unglücke ereignete sich 2002 in Gizeh, als in einem Zug auf dem Weg von Kairo nach Luxor im Süden ein Feuer ausbrach. Mehr als 360 Menschen kamen ums Leben.

Als Ursachen dieser Unglücke werden häufig menschliches Versagen und Fehler der Signalanlagen genannt. Die Regierung arbeitet seit Jahren daran, Züge und Schienen zu modernisieren.

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