Von: Lukas Unterkofler
Bozen – In der Industriezone in Bozen ist es am Sonntagabend erneut zu einer heftigen Schlägerei gekommen. Sechs Männer im Alter zwischen 22 und 36 Jahren wurden wegen Beteiligung an einer Rauferei angezeigt. Anwohner berichten von einer zunehmenden Gewaltserie in dem Gebiet.
Der jüngste Vorfall ereignete sich kurz vor 21.00 Uhr zwischen den Kreuzungen mit der Enzo-Ferrari-Straße und der Max-Planck-Straße. Sechs marokkanische Staatsbürger, allesamt Asylsuchende, gerieten zunächst verbal aneinander. Die Auseinandersetzung eskalierte schließlich.
Nach Angaben eines Anwohners wurden Flaschen, größere Steine und Metallteile gegeneinander geworfen. “Ich musste mich mit meinem Auto entfernen, sonst hätten die Gegenstände auch mein Fahrzeug treffen können”, schildert der Augenzeuge. Flaschen und Steine seien auch gegen die Glasfronten von Betrieben in der Umgebung geflogen. Der Anwohner alarmierte daraufhin die Polizei.
Zwei Männer verletzt
Mehrere Polizeistreifen rückten an. Die Exekutivbeamten mussten erheblichen Widerstand überwinden, da die Beteiligten auch nach dem Eintreffen der Polizei weiter aufeinander einschlugen.
Zwei Männer lagen am Boden. Einer hatte eine tiefe Verletzung am Kopf erlitten, ein weiterer blutete an der Schulter. Blutspuren auf dem Gehsteig und einer Mauer zeugten anschließend von der Heftigkeit der Auseinandersetzung. Die beiden Verletzten wurden mit dem Rettungswagen ins Bozner Krankenhaus gebracht. Ihre Verletzungen wurden mit einer Genesungszeit von rund 15 Tagen eingestuft.
Alle sechs Beteiligten wurden wegen schwerer Rauferei angezeigt.
Anwohner sorgen sich um zunehmende Gewalt
Für die Bewohner der Gegend ist der Vorfall kein Einzelfall. Die Straße hinter dem Einkaufszentrum Centrum liegt im Herzen des Bozner Industriegebiets und wird vor allem von Lastwagen frequentiert. Abends kommt es laut Anwohnern hingegen immer wieder zu Auseinandersetzungen.
„Bis vor etwa einem Monat war die Gegend ruhig“, berichtet ein Bewohner gegenüber der Zeitung Alto Adige. Danach habe es innerhalb kurzer Zeit mindestens fünf Schlägereien gegeben. Die zunehmende Gewalt bereite ihm Sorgen: „Früher oder später gibt es einen Toten.“
Der Anwohner verweist dabei auch auf die bei der jüngsten Schlägerei eingesetzten Gegenstände. Neben zerbrochenen Flaschen seien Metallteile und größere Steine als Wurfgeschosse verwendet worden.




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