Was ist da los?

Südtirol: Immer öfter Schäden nach dem Tanken

Mittwoch, 04. November 2026 | 09:57 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Immer häufiger melden Autofahrer der Verbraucherzentrale Südtirol Fahrzeugprobleme kurz nach dem Tankvorgang. Eine gemeinsame Ursache ist bislang nicht bekannt. Die VZS rät, Belege aufzubewahren und Schäden sofort zu dokumentieren.

Seit dem Anstieg der Benzin- und Dieselpreise verzeichnet die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) deutlich mehr Meldungen über Fahrzeugschäden, die unmittelbar nach dem Tanken auftreten. Die geschilderten Fälle ähneln sich: Wenige Kilometer nach dem Tankstopp bleibt das Auto stehen und muss abgeschleppt werden. Die Probleme reichen von Startproblemen, Leistungsverlust oder plötzlich absterbendem Motor. Eine gemeinsame Ursache konnte bislang nicht festgestellt werden.

Die VZS empfiehlt Autofahrern deshalb, beim Tanken stets mit Karte zu bezahlen und den Kassenbon aufzubewahren. Bei Selbstbedienung muss dieser häufig ausdrücklich angefordert werden. Treten kurz nach dem Tankvorgang Probleme auf, sollten auch eine Kraftstoffprobe sowie sämtliche Rechnungen und Belege gesichert werden. Zudem rät die Verbraucherzentrale, von der Werkstatt eine technische Überprüfung und einen schriftlichen Bericht über mögliche Schadensursachen und Auffälligkeiten am Kraftstoff zu verlangen.

Schäden schriftlich melden

Betroffene sollten den Vorfall unverzüglich schriftlich beim Tankstellenbetreiber und beim zuständigen Mineralölkonzern beanstanden. Dabei müssen die Tankstelle, die Kraftstoffart und -menge sowie der Ablauf des Vorfalls möglichst genau angegeben und durch Belege dokumentiert werden. Die VZS empfiehlt, das Schreiben per Einschreiben mit Rückschein oder zertifizierter E-Mail (PEC) zu versenden. Auch die entstandenen Kosten für Abschleppdienst, Diagnose und Reparatur sollten vollständig dokumentiert werden.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 15 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen