Gemeinnützige Organisation schlägt Alarm

Südtirol vom Ärztemangel besonders betroffen

Donnerstag, 19. Januar 2023 | 14:15 Uhr

Bozen – Ganz Italien leidet unter einem Mangel an Ärzten und Krankenpflegern, doch die Situation ist nicht überall gleich. Acht Regionen sind am meisten davon betroffen – darunter auch das Trentino-Südtirol.

Dies geht aus einem Bericht der gemeinnützigen Organisation „Cittadinanzattiva“ hervor, der in Rom präsentiert wurde.

Neben der Lombardei zählen auch der Piemont, Friaul Julisch Venetien, Kalabrien, das Veneto, die Emilia Romagna, Latium und eben das Trentino-Südtirol zu den acht Regionen. Die Analyse stützte sich auf Daten des Innenministeriums aus dem Jahr 2020. Im Rahmen des EU-Projekts „Action for Health and Equity: Addressing Medical Deserts“ wird italienweit nach Lösungen für den Ärztemangel gesucht.

In der Provinz Asti im Piemont betreut ein Kinderarzt 1.813 Kinder, während der nationale Durchschnitt bei 1.061 liegt. In Bozen betreut hingegen ein Hausarzt 1.539 Patienten bei einem italienweiten Durchschnitt von 1.245 Patienten pro Hausarzt.

In Caltanissetta gibt es auf 40.565 Patientinnen einen Gynäkologen im Krankenhaus. Am besten ist die Situation in Rom. Dort es gibt es einen Gynäkologen auf 2.292 Frauen.

Was hingegen Kardiologen im Krankenhaus anbelangt, ist die Situation in Südtirol 70 Mal schlechter als in Pisa. Während es in Südtirol einen Facharzt pro 224.706 Einwohner gibt, kann Pisa auf einen Kardiologen je 3.147 Einwohner zurückgreifen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Südtirol vom Ärztemangel besonders betroffen"


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Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
17 Tage 2 h

bei 6,7 Mrd Haushalt ist das nur mehr zum schämen. das gibt es nirgends in ganz Europa

Paladin
Paladin
Superredner
17 Tage 1 h

@Aurelius: Ganz genau! Es gibt Staaten die nicht so einen Haushalt haben wie Südtirol!!! Und dann bekommen wir es, mitten in Europa, als Möchtegern überstaatliche Vorzeigeregion, nicht hin ein vernünftiges Gesundheitssystem zu unterhalten. Eine Schande!

Araldohirschio
17 Tage 1 h

das ist erst der Anfang…warum sollte ein Arzt in bei uns Arbeiten wollen?
Die höchsten Mietpreise, die schlechtesten Gehälter und die Führungsspitze im Sanitätsbetrieb ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei.

NanuNana
NanuNana
Tratscher
17 Tage 2 h

Johrelong homse voschlofn!!!!!

Paladin
Paladin
Superredner
17 Tage 3 h

Aber mir sein die Bestesten! 🙈

Tata
Tata
Universalgelehrter
17 Tage 2 h

…ban Kommentiern gonz sicho…

Kinig
17 Tage 42 Min

Wenn man die Gehälter der Mediziner in Südtirol mit denen in den Nachbarstaaten vergleicht, ist das keine überrraschende Entwicklung. Die im Übrigen schon Jahrzehnte anhält….

Trina1
Trina1
Kinig
17 Tage 1 h

Das ist eine Schande!

thomas
thomas
Kinig
16 Tage 22 h

dieser Notstand wird uns über Jahre belasten

Privatmeinung
Privatmeinung
Superredner
16 Tage 23 h

Vielleicht sollten die Sanitätsmanager mal über den Umgang mit den  Sanitätsangestellten der letzten 2 Jahre nachdenken… 

Evi
Evi
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

genau!
Die Pandemie hat’s noch verschlimmert. Kein Wunder!

nikki
nikki
Tratscher
17 Tage 24 Min

Sorry, ober des woas man jo schun long. Hoben de denn olle gschlofen?

Trotzerin
Trotzerin
Grünschnabel
16 Tage 20 h

Und es wird von der Politik immer nur schöngeredet 😖.Dieses Problem gibt es ja nicht erst seit einem Jahr ! Dann wundern sie sich , daß Die Ärzte u. das Pflegepersonal in den Nachbarsländern arbeiten geht ….oder Die Ärzte privat in Praxen arbeiten gehn . Bei dieser Mißwirtschaft in der Sanität haben sie noch nicht daraus gelernt . Aber vielleicht ist ihnen das auch gleich , daß das Schiff im Sinken ist ….sind eh nur Kosten .

Imrgschei
Imrgschei
Grünschnabel
16 Tage 20 h

Die “Sanitätsmanager” sind dafür da Massen Geld einzuschöpfen in die eigenen Taschen sonst wäre es nie soweit gekommen. Wenn immer mehr Geld für Sanität ausgegeben wird aber Quantität und Qualität schwinden sollten sich diese schon mal fragen warum ist das so. Aber wenn möchtegern Führungskräfte in Privatwirtschaft kläglich versagt haben und dann bei Sanität als solche eingestellt werden brauchen wir uns nicht wundern darüber

Neuling
17 Tage 2 h

Wir sind holt dieNummer 1 ganz einfach ✌️👍😉

Savonarola
16 Tage 20 h

die, die hier maulen, wählen sicher immer gleich weiter das gleiche.

hundeseele
hundeseele
Universalgelehrter
16 Tage 20 h

Ja,danke an die Politik,die verschlafen und totgespart hat!

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
16 Tage 9 h

Manchmal denke ich das wollen die so, den soviel falsch machen erfordert mehr als Unfähigkeit……🥴

Moods
Moods
Tratscher
16 Tage 9 h

Ein Hoch auf die Politik mit ihrer weltbesten Autonomie! Sie haben es glatt geschafft das Sanitätswesen in Südtirol in den Keller zu wirtschaften und das seit Jahrzehnten!! Danke SVP, ihr könnt euch auf die Schulter klopfen!

So ist das
16 Tage 12 h

Es geht mehr und mehr abwärts, auch wenn die Sanität zur Chefsache wurde. Der Chef hat anderes im Kopf 🤔🫢

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
16 Tage 10 h

das ist den Politiker egal. Sie haben ja das Geld, privat zu gehen……

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
16 Tage 10 h

In meiner Familie gibt es einige Jungärzte, in Österreich und Deutschland studiert. Sie sind nicht mehr nach Südtirol zurückgekehrt und werden es auch in nächster Zukunft nicht. Der Hauptgrund ist die wesentlich bessere Bezahlung. Bei einem so stolzen Haushalt wie Südtirol ihn hat, ist es befremdlich, dass gerade in einem so sensiblen Bereich dies nicht möglich ist. 

gutergeist
gutergeist
Tratscher
16 Tage 9 h

Bald ist Wählerzeit. WIR können entscheiden!!! Und mit etwas Mut vielleicht doch mal was Neues probieren. Schlimmer wirds nimmer!

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