Knapp 9.000 Euro weg

Südtirolerin mit “Spoofing”-Methode betrogen

Donnerstag, 18. Juni 2026 | 08:54 Uhr

Von: luk

Niederdorf – Ein raffinierter Telefonbetrug hat eine Frau aus dem Hochpustertal um 8.600 Euro gebracht. Die Carabinieri von Niederdorf konnten nun nach umfangreichen Ermittlungen zwei Tatverdächtige aus den Provinzen Trapani und Caserta ausforschen und bei der Staatsanwaltschaft Bozen anzeigen.

Nach Angaben der Ermittler nutzten die Betrüger die sogenannte “Spoofing”-Methode. Dabei wird die angezeigte Telefonnummer manipuliert, sodass der Anruf scheinbar von einer vertrauenswürdigen Stelle stammt. Zunächst gaben sich die Täter als Mitarbeiter eines Zahlungsinstituts aus, später sogar als Carabinieri.

Während des Telefonats überzeugten sie die Frau davon, dass auf ihrem Bankkonto angeblich verdächtige Transaktionen im Gange seien und ihre Ersparnisse in Gefahr wären. Unter diesem Vorwand brachten sie die Geschädigte dazu, eine Sofortüberweisung in Höhe von 8.600 Euro vorzunehmen. Das Geld sollte angeblich auf ein „sicheres Konto“ transferiert werden.

Die Carabinieri warnen erneut vor derartigen Betrugsmaschen. Wer Anrufe oder Nachrichten über vermeintliche Probleme mit dem Bankkonto erhält, sollte besonders vorsichtig sein. Banken und Polizeibehörden fordern niemals telefonisch dazu auf, Geld zu überweisen oder sensible Daten preiszugeben. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, das Gespräch sofort zu beenden und die eigene Bank oder die Ordnungskräfte über die offiziellen Kontaktwege zu verständigen.

Bezirk: Pustertal

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