Familie und Freunde trauern um Shahzeb Altaf [32]

Tod im Eisack: Polizei ermittelt in alle Richtungen

Dienstag, 08. September 2026 | 10:27 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Ein Bozner (32) ist am Montagmorgen tot im Eisack gefunden worden. Die Umstände seines Todes sind aber noch unklar. Die Staatspolizei ermittelt derzeit in mehrere Richtungen, berichtet die Zeitung Alto Adige.

Ein Spaziergänger entdeckte die leblose Person gegen 6.28 Uhr im Bereich der Palermobrücke auf Höhe der Genuastraße. Der Mann lag mit dem Gesicht nach unten zwischen den Steinen im Fluss. Er alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Für den 32-jährigen Shahzeb Altaf kam jedoch jede Hilfe zu spät. Nach ersten Erkenntnissen dürfte er bereits seit mehreren Stunden tot gewesen sein.

Die Ermittler schließen derzeit weder einen Unfall noch eine mögliche Gewalttat aus. Bei den ersten rechtsmedizinischen Untersuchungen sollen keine eindeutigen Hinweise auf Gewalt festgestellt worden sein. Die Spurensicherung der Staatspolizei war ebenfalls vor Ort.

Möglicherweise könnte der 32-Jährige beim Sport entlang des Eisacks ausgerutscht und ins Wasser gestürzt sein. Er war mit leichter Sportkleidung und Nike-Schuhen unterwegs. In seiner Kleidung wurde zudem sein Mobiltelefon gefunden. Wegen des Wasserschadens ist es derzeit nicht funktionsfähig. Die Ermittler hoffen, möglicherweise noch Daten aus dem Gerät auslesen und so die letzten Kontakte des Mannes rekonstruieren zu können.

Auch Aufnahmen von Überwachungskameras an den Brücken flussaufwärts werden ausgewertet. Sie könnten Aufschluss darüber geben, wo genau der 32-Jährige in den Eisack gelangte und von der Strömung abgetrieben wurde.

Betroffenheit unter Kollegen

Der Verstorbene war als Krankenpfleger im Südtiroler Sanitätsbetrieb tätig und hatte bis wenige Stunden vor seinem Tod noch Dienst. Altaf war in Bozen aufgewachsen, besuchte das Klassische Gymnasium Carducci und absolvierte anschließend seine Ausbildung an der Claudiana.

Sein Tod löste unter Freunden und Arbeitskollegen große Bestürzung aus. Seine Schwester war am Vormittag zur Identifizierung des Leichnams ins Krankenhaus gekommen.

Die Staatsanwaltschaft Bozen dürfte nun ein Verfahren einleiten und könnte eine Obduktion anordnen. Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, bleibt die genaue Todesursache offen. Nach Freigabe des Leichnams soll in den kommenden Tagen die Beerdigung des 32-Jährigen stattfinden.

Bezirk: Bozen

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