Von: Matthias Knapp
Jenesien – Nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Freitagabend sind die Trauer und die Bestürzung in Jenesien groß. Nur wenige Minuten von seinem Wohnhaus entfernt, ist Jakob Lantschner mit seinem Motorrad tödlich verunglückt. Der erst 17-jährige Jugendliche hatte die Kontrolle über sein motorisiertes Zweirad verloren und war in einem Kurvenbereich von der Fahrbahn abgekommen.
Der genaue Hergang des Unfalls ist derzeit noch nicht völlig geklärt. Wie die Zeitung Alto Adige berichtet, steht allerdings fest, dass kein weiteres Fahrzeug involviert war. Der junge Schlosser war auf der Landesstraße 99 unterwegs, die in diesem Abschnitt ansteigt und in eine Linkskurve führt.
Aussagen seiner Begleiter, die ebenfalls auf ihren Motorrädern unterwegs waren, können möglicherweise mehr Licht ins Dunkel bringen und vielleicht eine Erklärung dafür liefern, warum der 17-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat.
Anrainer stürmten auf die Straße, um nachzusehen, was los war, nachdem sie gegen 22.45 Uhr einen lauten Knall vernommen hatten. Ihnen bot sich ein dramatischer Anblick: Nachdem der Jugendliche mit seinem Motorrad gegen die Straßenbegrenzung geprallt war, lag er mit schwersten Verletzungen auf dem Gehsteig. Sein Motorrad befand sich mehrere Meter daneben vor dem Zaun eines Wohnhauses.
Ein Ersthelfer begann unverzüglich mit Reanimationsmaßnahmen, die kurz darauf vom eingetroffenen Rettungsdienst fortgeführt wurden. Auch die Freiwillige Feuerwehr von Jenesien stand im Einsatz.
Da die Menschen im Ort auf dem Hochplateau eng miteinander verbunden sind, kannten die Einsatzkräfte den Verunglückten persönlich. Trotz eines knapp einstündigen, intensiven Kampfes der Notärzte verstarb der Jugendliche noch an der Unfallstelle.
Jakob Lantschner war im Ort als geschätzter Nachwuchshandwerker bekannt und arbeitete in einem Schlosserbetrieb in Bozen. Zudem war er sportlich aktiv und spielte jahrelang im Nachwuchs des lokalen Fußballvereins SV Jenesien. Bereits am Tag nach dem Unglück versammelten sich zahlreiche Bürger an der Unfallstelle, legten Blumen und Kerzen nieder und drückten ihre Anteilnahme aus.




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