Austausch mit Ministerium läuft

Unigesetz erweitert Berufungsmöglichkeiten für Lehrende an Uni Bozen

Donnerstag, 13. August 2026 | 16:14 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen/Rom – Die Freie Universität Bozen zeichnet sich vor allem durch ihre gelebte Dreisprachigkeit in der Lehr- und Forschungsaktivität aus.

Um diesem Anspruch auch künftig weiter gerecht zu werden, laufen bereits seit Längerem Gespräche mit Rom, um die Berufungsmöglichkeiten für deutschsprachige Professorinnen und Professoren zu verbessern. Derzeit können nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland berufen werden, die bereits Professuren (erster und zweiter Ebene) innehaben, die den italienischen Professuren entsprechen. Die Berufung deutschsprachiger Professorinnen und Professoren wurde dadurch und durch negative Standortvorteile (beispielsweise die Verbeamtung oder Vorsorgeregelungen im deutschsprachigen Raum) eingeschränkt.

Im Dezember des Vorjahres wurde im Senat und schließlich Anfang Juli in der Abgeordnetenkammer mit der Reform des Universitäts- und Hochschulrechts (Ddl Bernini) ein Gesetzestext verabschiedet, der der Freien Universität Bozen eine Ausnahmeregelung zugesteht. Diese besagt, dass bis zu zehn Prozent der gesamten Lehrbeauftragten beauftragt werden können, die aus dem deutschsprachigen Ausland stammen und habilitiert sind, aber noch keinen Lehrstuhl innehaben. Diese Regelung war durch intensive Gespräche mit dem Ministerium für Universitäten und Forschung in Rom (LPA hat berichtet) sowie durch die enge Zusammenarbeit mit Senatorin Julia Unterberger erzielt worden. Anfang August ist das Gesetz nun durch die Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft getreten.

“Mit dieser Bestimmung gelingt es den dreisprachigen Charakter der Freien Universität Bozen zu sichern. Zudem ergibt sich nun die Möglichkeit junge Lehrende nach Bozen zu holen, die hier ihr Potential entfalten können, was letztendlich auch den Studierenden der Universität zugute kommt”, ist Landesrat Philipp Achammer überzeugt. Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes werde nun im Austausch mit dem Univeristätsministerium an den nötigen organisatorischen Maßnahmen gearbeitet, damit die Regelung möglichst zeitnah zur Anwendung kommen kann, ergänzt Landesrat Achammer.

Bezirk: Bozen

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