Zahlreiche Einsatzrkäfte waren am Donnerstag vor Ort

Verdächtiger nach Überfall auf Wiener Dorotheum gefasst

Montag, 10. August 2026 | 14:03 Uhr

Von: importer

Nach dem Überfall auf eine Filiale des Dorotheums in Wien-Währing am vergangenen Donnerstag hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Polizeisprecherin Anna Gutt bestätigte der APA am Montag einen entsprechenden Onlinebericht der “Kronen Zeitung”. Bei dem Mann handelt es sich um einen 36-jährigen Österreicher. “Er ist polizeilich zuvor schon einmal in Erscheinung getreten”, sagte Gutt. Der Überfall hatte einen Großeinsatz der Polizei in der Umgebung ausgelöst.

Der Wiener dürfte aus dem Drogenmilieu stammen. “Er gab an, dass er Geld für Suchtgift benötigte”, berichtete Gutt. Ein Abgleich mit den am Tatort sichergestellten Fingerabdrücken brachte letztlich einen Treffer in der Datenbank der Polizei. Die Ermittler passten den Mann schließlich am Sonntag gegen 20.00 Uhr in der Nähe seiner Wohnung in Wien-Währing ab. “Er kam den Beamten dort entgegen und wurde festgenommen”, sagte Gutt.

Bei der anschließenden Hausdurchsuchung stellten die Beamten weitere Kleidungsstücke, die der Mann bei der Tat getragen haben soll, sicher. Der Verdächtige wurde Montagvormittag noch von den Ermittlern des Landeskriminalamts einvernommen und soll im Lauf des Tages in eine Justizanstalt überstellt werden.

Mitarbeiter flüchteten rechtzeitig

Der Wiener hatte am Donnerstag ursprünglich eine nahegelegene Bankfiliale ausrauben wollen. “Die hatte jedoch zu”, sagte Gutt. In der Folge versuchte es der spielsüchtige Mann im Dorotheum und stürmte maskiert das Geschäft, um die Mitarbeiter zur Herausgabe von Bargeld und Schmuck zu nötigen.

Nach dem Überfallsalarm meldete eine Zeugin eine mutmaßlich bewaffnete Person an dem Dorotheum-Standort in der Währinger Straße. Wegen eines Verdachts auf eine Geiselnahme rückte die Exekutive mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften von Cobra, WEGA sowie der Diensthundeabteilung an und sperrte das Areal um den Tatort großräumig ab. Anrainerinnen und Anrainer warteten mehrere Stunden, um in ihre Wohnungen zu kommen. Der Verdächtige flüchtete daraufhin durch den Hinterausgang, entledigte sich seiner Maskierung und seines Kapuzenpullovers sowie der Luftdruckpistole, die er verwendet hatte.

Im Zuge des Einsatzes stellte sich heraus, dass die Mitarbeiter des Geschäfts noch rechtzeitig aus dem Gebäude flüchten konnten. Vom Verdächtigen, der den Schmuck, auf den er es abgesehen hatte, in dem Geschäft zurückließ, fehlte zunächst jedoch jede Spur. Die Befragungen der vier Mitarbeiter des Geschäfts ergaben eine übereinstimmende Täterbeschreibung. Zuletzt waren auch Aufnahmen aus den Überwachungskameras ausgewertet worden.

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