Von: importer
Technische Probleme an den hydraulischen Systemen stecken nach einer Airbus-Analyse hinter einem Vorfall mit einem Air-India-Passagierflugzeug, bei dem 24 Menschen verletzt wurden. Das Flugzeug verlor am 4. August auf dem Flug von Phuket nach Delhi plötzlich rund 90 Meter an Höhe, wie aus einer vorläufigen Analyse des Flugzeugbauers Airbus hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag.
Demnach fiel in allen drei Hydrauliksystemen kurz hintereinander der Druck aus. Für rund vier Sekunden seien das Höhen- und das Querruder nicht einsatzbereit gewesen. Der Co-Pilot habe versucht, gegenzusteuern, es habe jedoch keine direkte Reaktion der Ruder gegeben, bevor sich die Systeme wieder stabilisierten.
Die Ursache für den Druckabfall ist noch unklar. Airbus forderte Air India auf, die Hydraulik und die Sensoren zu überprüfen sowie die Maschine auf Schäden zu untersuchen. Airbus und Air India kommentierten die Angaben zunächst nicht.
“Schwerer Zwischenfall”
Die indischen Behörden stuften den Vorfall als schweren Zwischenfall ein. Zudem wurde der Kapitän des Flugs positiv auf Marihuana getestet, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte. Ein Zusammenhang mit dem Höhenverlust sei jedoch bisher nicht nachgewiesen. Air India ordnete daraufhin verpflichtende Drogentests für alle Piloten an.
Die Fluggesellschaft, an der Singapore Airlines mit rund 25 Prozent beteiligt ist, steht nach dem Absturz einer Boeing 787 im Juni 2025 mit 260 Toten unter verstärkter Aufsicht der Regulierungsbehörden. Der Vorfall erschwert den Sanierungskurs des defizitären Unternehmens, bei dem demnächst der ehemalige Chef von Ethiopian Airlines, Tewolde Gebremariam, den Chefposten übernehmen soll.




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