Von: importer
Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya steigt die Zahl der Opfer weiter. In Nepal wurden mittlerweile 469 Todesopfer registriert, wie die dortige Polizei am Freitag mitteilte. Damit liegt die Gesamtzahl der bestätigten Toten in China und Nepal bei 472, nachdem China bisher 3 Opfer vermeldet hatte. Der Rettungseinsatz im Zentrum des Katastrophengebiets in Tibet musste wegen der Gefahr einer erneuten Überflutung am Freitag unterbrochen werden.
Ein See, der sich hinter Schlamm- und Geröllmassen aufgestaut habe, beginne, über die Ufer zu treten, berichtete der chinesische Staatssender CCTV am Freitag. Daher seien alle Rettungsteams inmitten des Katastrophengebiets in der autonomen Region Tibet angewiesen worden, sich einen Kilometer weit zurückzuziehen und auf weitere Anweisungen zu warten.
Mehr als 1.400 Menschen noch vermisst
Mehr als 1.000 Menschen wurden nach chinesischen Angaben bisher aus dem Katastrophengebiet in Sicherheit gebracht, darunter 555 Touristen. In Nepal seien bisher 469 Leichen geborgen worden, teilte die nepalesische Polizei mit. Viele davon wurden den Angaben zufolge flussabwärts im Süden Nepals und an der Grenze zu Indien entdeckt. Wie die nepalesische Polizei mitteilte, wurden zudem 1.545 Menschen gerettet, darunter viele Verletzte. Mehr als 1.400 Menschen wurden nach Angaben vom Donnerstag noch vermisst, unter ihnen zahlreiche Ausländer.
Eine riesige Sturzflut aus Wasser und Schlamm war am Mittwoch fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal gerast und hatte ganze Ortschaften mitgerissen. Ursache war nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS offenbar ein Gletscherabbruch. Auch in Tibet gab es eine Flutwelle.




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