Von: Sophia Molitor
Bruneck – Das Bauvorhaben für das Fünf-Sterne-Hotel in Reischach, das von der Familie des Brunecker Bürgermeisters Bruno Wolf gemeinsam mit der Kronplatz Holding errichtet werden soll, ist jetzt offiziell genehmigt. Sowohl der Gemeinderat als auch die Baukommission haben dem Projekt und dem Durchführungsplan zugestimmt.
Der nächste Schritt ist nun die konkrete Einrichtung der Baustelle, erklärt Stadtrat Hannes Niederkofler. Auch Bürgermeister Bruno Wolf zeigt sich zufrieden: „Das bürokratische Verfahren ist abgeschlossen und alles ist wie geplant verlaufen. Nun haben wir ein Jahr Zeit, mit den Bauarbeiten zu beginnen.“ Ob gegen das Projekt noch Rechtsmittel eingelegt werden, lässt sich derzeit noch nicht sagen.
Noch steht die eigentliche Baugenehmigung aus. Wolf hofft, dass diese noch im September erteilt wird. Die Idee für das Projekt habe er bereits vor seiner Zeit als Bürgermeister verfolgt und auch mit Blick auf die Zeit nach seinem politischen Amt weiterentwickelt. Auch wenn er auf eine Wiederwahl hoffe, sei das Bürgermeisteramt schließlich eine Aufgabe auf Zeit. „Ich habe auch eine Familie und hoffe, dass meine Kinder das Hotel gemeinsam mit der Kronplatz-Seilbahn weiterführen werden“, so Wolf.
Vom Hotel Heinz zum neuen Sporthotel
Geplant ist ein modernes Fünf-Sterne-Sporthotel mit 142 Betten am Fuße des Kronplatzes. Zum Projekt gehören außerdem eine Tiefgarage mit 490 Stellplätzen, ein großzügiger Wellnessbereich und ein Sky-Pool mit Blick auf die Skipiste. Hinter dem Vorhaben stehen die Familie Wolf, Eigentümerin des bestehenden Hotels Heinz, sowie ein Geschäftsbereich der Kronplatz Holding mit den Bergbahnen. Für die Umsetzung wurde eine eigene Gesellschaft gegründet. Das bestehende Hotel Heinz wird dabei in das neue Gesamtprojekt integriert, sodass anstelle zweier kleinerer Häuser mit jeweils rund 70 Betten ein gemeinsames Hotel mit klarer sportlicher Ausrichtung entsteht. Im Sommer soll es vor allem Radfahrer, Paragleiter, Wanderer und Downhill-Fahrer ansprechen, im Winter steht der Skisport im Mittelpunkt.
Im Juli hatte die Landesregierung dem Vorhaben zugestimmt, zuvor war das Projekt im Gemeinderat mit 16 Ja- und sechs Gegenstimmen verabschiedet worden. Für die Umsetzung muss die urbanistische Zweckbestimmung auf einer Fläche von insgesamt 683,60 Quadratmetern geändert werden. Eine zusätzliche Begutachtung durch das Landeskomitee für Baukultur und Landschaft, die Architekt Werner Seidl beantragt hatte, wurde vom Gemeindeausschuss hingegen abgelehnt. Seidl wollte damit eine möglichst hochwertige architektonische und landschaftliche Gestaltung sicherstellen.
Wolf betont, dass er Reischach weder als Bürgermeister noch als Bürger schaden wolle, sondern vielmehr davon überzeugt sei, dass den Gastwirten trotz der nicht immer ausgeprägten Tourismusgesinnung im Ort Entwicklungsmöglichkeiten zugestanden werden müssten.




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