Von: Matthias Knapp
Bozen – Mit scharfer Kritik reagieren der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft, Josef Tschöll, und die Vorsitzende der Jungen Generation, Anna Künig, auf die Einladung von Jean-Pascal Hohm zum Landesjugendtreffen der Süd-Tiroler Freiheit am 12. September.
Hohm ist Vorsitzender der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ und Mitglied des AfD-Bundesvorstands. Der Brandenburger Verfassungsschutz stuft ihn als rechtsextremistisch ein. Die Einladung zeige einmal mehr, wie eng die Süd-Tiroler Freiheit die Nähe zu politischen Kräften am rechten Rand suche. „Südtirol darf nicht zum Spielplatz des europäischen Rechtsaußen-Spektrums werden! Wer einem solchen Protagonisten bei einem Jugendtreffen eine Bühne gibt, setzt ein fatales Signal“, erklärt Josef Tschöll. „Als Wirtschaft stehen wir in der Mitte der Gesellschaft und braunes Gedankengut darf in Südtirol keinen Platz haben. Ich fordere aber auch den öffentlichen Arbeitgeber von Melanie Mair, der Landesjugendsprecherin der Süd-Tiroler Freiheit, auf dieses Verhalten und deren Nähe zu Rechtsextremen außerhalb der Arbeit zu bewerten und gegebenenfalls Maßnahmen, auch disziplinarrechtlicher Natur, zu ergreifen“ so der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft.
JG-Vorsitzende Anna Künig ergänzt: „Unsere Jugend braucht Weltoffenheit, Europa und konkrete Zukunftsperspektiven – keine Polarisierung und importierte politische Spaltungskonzepte von rechts außen. Die AfD steht für Ausgrenzung, Zuspitzung, gesellschaftliche Spaltung und Diskreditierung. Wenn die Süd-Tiroler Freiheit Patriotismus predigt und dann die Nähe zu Parteien sucht, die genau für jene nationalistischen Ideologien stehen, unter denen Südtirol so hart gelitten hat, dann ist das nicht nur widersprüchlich, sondern angesichts der Geschichte unseres Landes schlicht verantwortungslos.“
Weder AfD noch Süd-Tiroler Freiheit hätten Antworten auf die tatsächlichen Herausforderungen junger Menschen – von Bildung und Arbeit über Wohnen bis hin zu Innovation und wirtschaftlicher Zukunft. „Junge Menschen brauchen Ideen und Lösungen, keine Feindbilder. Südtirols Jugend verdient eine Zukunft in Frieden und Sicherheit“, so die SVP-Vetreter abschließend.




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