Unglaublich: Wutausbruch eines Kellners landet direkt auf der Rechnung – VIDEO

“Die geht mir echt auf die Nerven, brenn die Eier an und spuck rein!”

Montag, 24. August 2026 | 07:58 Uhr

Von: Martin Geier

Riccione – Ein Lokal im bekannten und beliebten Adriabadeort Riccione war Schauplatz eines unglaublichen Vorfalls, der auf die Tücken der seit Jahren in den allermeisten Bars, Gasthäusern und Restaurants üblichen digitalen Bestellungssysteme hinweist.

Als einer brasilianischen Familie in einer Bar das Frühstück serviert wurde, traute sie ihren Augen kaum, als sie die Rechnung erhielt. Auf dem Kassabon stand der vulgäre Wutausbruch eines jungen Kellners, der den Wunsch der Kundin, wie sie das Ei zubereitet haben möchte, offensichtlich zutiefst entnervend fand: „Questa mi ha rotto il c… brucia le uova e sputaci dentro!“ „Die geht mir echt auf die Nerven … Brenn die Eier an und spuck rein!“ ist noch die freundlichste Version, die auf den vulgärsten Ausdruck im Satz verzichtet.

Die Geschäftsleitung des Lokals in Riccione hat sich auf jede erdenkliche Weise für das Verhalten des 17-Jährigen entschuldigt, der die brasilianische Familie bedient hatte. Das Frühstück wurde der Familie schließlich spendiert, doch das reichte nicht aus, um die Wut der beleidigten Gäste zu besänftigen. Der Fall landete in den sozialen Medien. Doch wie schaffte es der vulgäre Wutausbruch auf die Rechnung?

Frame video/La Voce di Cesenatico/Google Azzurro

Es sollte ein ganz normales Frühstück im Urlaub sein: Rührei, frisch gepresste Säfte und Kaffee. Durch einen Satz auf dem Bestellzettel für die Küche wurde es jedoch zu einem Skandal, der in den sozialen Netzwerken schnell viral ging. Dies geschah am Morgen des 19. August im Victor Lab, einem bekannten Lokal in der Viale Ceccarini in Riccione. Das Lokalmedium La Voce di Cesenatico berichtet darüber, nachdem die Gäste das Foto ihrer Bestellung in den sozialen Medien und auf Google veröffentlicht hatten.

Hauptdarsteller der unglaublichen Geschichte sind eine dreiköpfige Familie aus Florenz mit brasilianischen Wurzeln, die sich für ein paar Urlaubstage in Riccione aufhielt, und ein junger Kellner, der sie bediente.

Eine der Frauen am Tisch hatte um eine einfache Änderung bei der Zubereitung ihrer Rühreier gebeten: „Gut durchgebraten und ohne Salat.“ Diesen Sonderwunsch fand der 17-jährige Kellner in seiner ersten Saison offensichtlich äußerst entnervend. Er wurde jedoch erst zur Katastrophe, als er seinen vulgären Wutausbruch in sein portables digitales Besellgerät eintippte: „Questa mi ha rotto il c… brucia le uova e sputaci dentro!“ „Die geht mir echt auf die Nerven … Brenn die Eier an und spuck rein!“ ist noch die freundlichste Version, die auf den vulgärsten Ausdruck im Satz verzichtet.

Offensichtlich ging er davon aus, dass die Anmerkung als interne Notiz nur in der Küche gelesen würde. Doch das System druckte den Text auf den Beleg, der den Gästen ausgehändigt wurde. Diese waren zwar Brasilianer, lebten aber schon seit längerer Zeit in Italien. Sie verstanden den beleidigenden Satz des Kellners, der auf Italienisch auf die Rechnung geschrieben war, nur allzu gut.

Frame video/La Voce di Cesenatico/Google Azzurro

Sie weigerten sich, die Eier zu essen, da sie befürchteten, diese könnten in der Küche tatsächlich bespuckt worden sein. Sie verlangten nach dem Kellner und dem Lokalinhaber, um sich lautstark zu beschweren. Der Geschäftsführer des Victor Lab schaltete sich ein, entschuldigte sich, verzichtete auf die Bezahlung der Rechnung und bot als Wiedergutmachung weitere Gerichte an.

Das reichte jedoch nicht aus. Die Gäste verließen wutentbrannt das Lokal und veröffentlichten anschließend eine vernichtende Online-Bewertung samt dem berüchtigten Kassenbon. Das Video, in dem die Rechnung in die Kamera gehalten wird, während im Hintergrund die Viale Ceccarini zu sehen ist, verbreitete sich rasch im Netz und ließ den Fall eskalieren.

Die Geschäftsleitung des Lokals versuchte, die unangenehme Situation mit einer Stellungnahme zu bereinigen: „Wir bedauern aufrichtig, was geschehen ist, und die Erfahrung, die Sie in unserem Lokal gemacht haben. Das von Ihnen gemeldete Verhalten war absolut unangemessen und spiegelt in keiner Weise die Werte, die Kundenorientierung und die professionellen Standards wider, zu deren Gewährleistung wir uns täglich verpflichten.“ Der junge Kellner habe bereits sofortige Disziplinarmaßnahmen erhalten, so die Geschäftsleitung weiter, doch die Entschuldigungen konnten die Polemiken nicht eindämmen.

Facebook/Scatti di Gusto, Francesca Brunzo

Auch der Inhaber des Victor Lab, Luciano Colono, meldete sich persönlich zu Wort. Er sprach von einem „großen Fehler eines Mitarbeiters“ und stellte klar, dass es außer diesen Worten nichts weiter gegeben habe. Er erinnerte daran, dass das Victor Lab mit einer offenen Küche arbeitet, die für die Gäste einsehbar ist. Die Gäste sitzen dabei nur wenige Schritte von den Herden entfernt. Er verteidigte die Qualität des Lokals, das in diesem Jahr seine Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat und täglich 27 Mitarbeiter beschäftigt.

In den folgenden Tagen veröffentlichte das Victor Lab zudem ein ironisches Video auf Instagram, um die Wogen der Kontroverse zu glätten. Darin ist zu sehen, wie der Geschäftsführer einen Gast scherzhaft fragt: „Gut durchgekochte Eier … mit oder ohne Spucke?“

Aber eine Tatsache bleibt: Heutzutage kann jeder Satz, der in ein digitales Gerät getippt wird, auch beim falschen Adressaten landen.

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