Papst Leo XIV. beginnt Osterfeiern

Auftakt der Osterfeiern mit Papst Leo XIV.

Donnerstag, 02. April 2026 | 12:40 Uhr

Von: apa

Papst Leo XIV. hat am Gründonnerstag die Chrisammesse im Petersdom mit Priestern aus der Diözese Rom und der vatikanischen Kurie gefeiert. Diese Messe bildet den Auftakt zu den großen liturgischen Feiern rund um Ostern. Bei dieser Messe wurden die heiligen Öle geweiht, die für Taufen, Firmungen, Krankensalbungen sowie Weihen verwendet werden.

Der Papst hob die zentralen Merkmale der Mission der Kirche hervor, die nicht auf die “Logik der Vorherrschaft” antworten dürfe. “Die Liebe ist nur dann wahr, wenn sie entwaffnet ist”, sagte Papst Leo XIV. in seiner Predigt.

Traditionelle Fußwaschung in Lateranbasilika

Die zweite große Liturgie am Gründonnerstag ist die Messe vom letzten Abendmahl mit der traditionellen Fußwaschung. Das Ritual geht auf eine Geste von Jesus Christus an seine Jünger beim letzten Abendmahl zurück und ist ein Zeichen der Demut. Leo XIV. wird an Gründonnerstag zwölf Priestern die Füße waschen. Er wird die symbolträchtige Handlung in seiner römischen Bischofskirche im Lateran vollziehen.

Leos XIV. Vorgänger Franziskus nutzte diese Tradition stets, um marginalisierte Gesellschaftsgruppen in den Mittelpunkt zu rücken: Mal wusch er Migranten in ihrer Aufnahmeeinrichtung die Füße, häufig vollzog er den Brauch an Häftlingen in römischen Gefängnissen. Mit der Rückkehr in die Lateranbasilika knüpft Leo XIV. an die Tradition der Päpste vor dem am Ostermontag 2025 gestorbenen Franziskus an.

Leo XIV. wird als erster Papst seit vielen Jahren beim Kreuzweg am Kolosseum am Karfreitag persönlich das Kreuz durch alle Stationen tragen. In den Vorjahren hatte Papst Franziskus wegen seiner Gehbehinderung diese symbolische Geste anderen Gläubigen überlassen. Auch seinem Vorgänger Papst Benedikt XVI. wurde das Kreuz meist erst zum Abschluss des Kreuzwegs überreicht.

In den vergangenen beiden Jahren hatte Papst Franziskus persönlich die Meditationen verfasst. Am Karfreitag 2025 war er krankheitsbedingt am Kolosseum nicht anwesend, er starb drei Tage später im Vatikan.

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