Von: luk
Rom – Umfangreiche Kontrollen des italienischen Renteninstituts INPS und der Finanzpolizei haben tausende Fälle von unrechtmäßig bezogenem Bürgergeld („Reddito di Cittadinanza“) ans Licht gebracht. Seit Jänner 2025 wurden landesweit mehr als 3.300 Empfänger ermittelt, die die staatliche Unterstützung ohne Anspruch bezogen haben. Der bislang festgestellte Schaden beläuft sich auf über 43 Millionen Euro.
Im Fokus der Ermittlungen standen einerseits Personen, die bei der Antragstellung Haftstrafen oder einschlägige Vorstrafen verschwiegen hatten. Andererseits wurden Bezieher überprüft, die gleichzeitig über eine aktive Mehrwertsteuernummer verfügten oder Funktionen in Unternehmen innehatten – Umstände, die mit dem Bezug der Sozialleistung unvereinbar sein können.
Allein bei den Kontrollen von Personen mit verschwiegenen Vorstrafen wurden mehr als 4.300 Verdachtsfälle genauer untersucht. In über 82 Prozent der überprüften Fälle bestätigten sich die Unregelmäßigkeiten. Der dadurch entstandene Schaden wird auf mehr als 8,7 Millionen Euro geschätzt.
Noch gravierender fiel das Ergebnis bei den Kontrollen von Unternehmern und Personen mit Gesellschaftsbeteiligungen aus. Hier wurden bisher mehr als 2.600 Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die unrechtmäßig bezogenen Leistungen summieren sich in diesem Bereich auf über 36 Millionen Euro.
Für sämtliche Betroffene wurden Verfahren zur Aberkennung der Leistungen und zur Rückforderung der ausgezahlten Gelder eingeleitet. In Fällen mit strafrechtlicher Relevanz wurden zudem Anzeigen erstattet.
INPS und Finanzpolizei sehen die Ergebnisse als Bestätigung für die Wirksamkeit des Datenaustauschs zwischen Behörden und kündigten an, die Kontrollen zum Schutz öffentlicher Gelder weiter zu verstärken.




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