Von: ka
Impruneta/Florenz – Eine bekannte Modeunternehmerin, die 65-jährige Daniela Fargion, wurde Opfer eines brutalen Raubüberfalls auf ihre Villa, der weit über Florenz hinaus für Abscheu und Entsetzen sorgt.
Am Dienstagabend brach eine vierköpfige Bande – offensichtlich handelte es sich um Profis – in die Villa der 65-Jährigen in Impruneta bei Florenz ein. Die Räuber drangen in die Schlafzimmer und „versammelten” die Bewohner – darunter Daniela Fargion und ihre beiden Haushaltsgehilfen – in einem Zimmer. Sie bedrohten und verprügelten die Erwachsenen mit Pistolen und Eisenstangen und fesselten sie dann mit Elektrikerbändern. „Sie haben mir eine Pistole an den Kopf gehalten. Einer sagte mir, er schieße mir ins Knie, wenn ich ihm nicht verrate, wo das Geld ist“, berichtete Daniela Fargion, die noch immer unter Schock steht.
„Das ist schon das vierte Mal in zehn Jahren. Sie haben uns Schmuck, Handtaschen und Bargeld im Wert von 600.000 Euro gestohlen“, fügte die 65-jährige Modeunternehmerin hinzu. Ihr zweijähriger Enkelsohn, der sich zum Tatzeitpunkt ebenfalls in der Villa befand, soll von dem brutalen Raubüberfall hingegen zum Glück nichts mitbekommen haben. Die Carabinieri nahmen die Ermittlungen zu den Urhebern – vermutlich eine Bande von Osteuropäern – auf.

Es war am späten Dienstagabend gegen 22.00 Uhr, als vier Männer, vermutlich aus Osteuropa, durch eine Terrassentür in die Villa von Daniela Fargion im Florentiner Villenviertel Impruneta einbrachen. Sie begaben sich in die jeweiligen Schlafzimmer und trieben die Opfer, die sie zuvor zusammengeschlagen, mit Pistolen und Eisenstangen bedroht und mit Elektrikerbändern gefesselt hatten, in einen einzigen Raum zusammen. „Das ist der vierte Raubüberfall in zehn Jahren“, sagt Daniela Fargion. Die 65-Jährige befand sich mit ihren beiden Hausangestellten in ihrer Villa, als die vier Räuber, die Sturmhauben und Handschuhe trugen, in ihr Anwesen eindrangen, das in einer abgelegenen Gegend von Impruneta liegt.
Laut Angaben des Opfers gegenüber der Lokalnachrichtensendung Tgr Toscana belief sich die Beute des Raubüberfalls auf rund 600.000 Euro. Die Täter nahmen Wertgegenstände, Gold, Handtaschen und Bargeld mit, die sich im Haus befanden. Dieser Betrag entspricht nahezu der Summe, die die Räuber bereits 2016 erbeuten konnten.
Damals nahmen sie die Wertsachen mit, „den Schmuck eines ganzen Lebens“, wie Daniela Fargion sagte. Sie ist Modedesignerin und Unternehmerin, hat die „Luxury Mall“ ins Leben gerufen und steht an der Spitze von D&D, einem Unternehmen, das weltweit Markenartikel aus Lagerbeständen verkauft. Um 11.30 Uhr am späten Vormittag klingelten damals vier als Carabinieri verkleidete und bewaffnete Räuber an der Villa und verübten den Raubüberfall.

Zehn Jahre später verlief der Überfall ähnlich: Innerhalb weniger Minuten erbeuteten die vier Räuber das Geld und die Wertsachen. „Einer von ihnen sprach Italienisch mit osteuropäischem Akzent. Sie haben mir eine Pistole an den Kopf gehalten. Er drohte mir, er schieße mir ins Knie, wenn ich ihm nicht verrate, wo das Geld sei“, erzählt die Unternehmerin. Zum Zeitpunkt des Raubüberfalls befand sich auch ihr zweijähriger Enkelsohn in der Villa. Glücklicherweise soll er nichts mitbekommen haben.
Innerhalb weniger Minuten hatten die Räuber den Überfall ausgeführt und die Unternehmerin sowie die beiden Hausangestellten außer Gefecht gesetzt. Einer der Täter benutzte Kabelbinder, um sie zu fesseln. Unmittelbar nach dem Überfall befreite einer der Männer die Opfer und „riet” ihnen mit drohenden Worten, das Zimmer nicht zu verlassen.
Nach einiger Zeit, in der es so schien, als sei niemand mehr in der Villa, fassten die Opfer den Mut, Alarm zu schlagen und die Notrufnummer 112 zu wählen. Wenige Minuten später trafen die Carabinieri von Impruneta und Scandicci sowie die Ermittler der Einsatzabteilung am Tatort ein. Die Techniker der Abteilung für kriminaltechnische Untersuchungen sicherten einige Spuren, die in den nächsten Tagen möglicherweise die DNA der mutmaßlichen Räuber offenbaren könnten. Die Überwachungskameras im Inneren der Villa haben einen Teil des Raubüberfalls aufgezeichnet. Derzeit sichten die Carabinieri die Aufnahmen und suchen nach ermittlungsrelevanten Hinweisen. Zudem überprüfen die Carabinieri derzeit die Überwachungskameras in der Gemeinde Impruneta. Auch die Kennzeichenerfassungssysteme der ländlichen Umgebung von Impruneta und Florenz werden gründlich durchforstet.
Nach Ansicht der Carabinieri könnte eine „Bande“ von Profis – vermutlich aus Osteuropa – zugeschlagen haben, die sowohl die Villa als auch die Gewohnheiten der Eigentümerin bis ins Detail kannten. Diese Vermutung wird durch die Vorgehensweise und die Präzision, mit der der Einbruch durchgeführt wurde, untermauert.
Der Überfall auf die bekannte Unternehmerin sorgt weit über Florenz hinaus für Abscheu und Entsetzen.





Aktuell sind 5 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen