Experten sehen keinen Grund zur Besorgnis

Fieber-Bakterium in Olympia-Stadion entdeckt

Samstag, 21. Februar 2026 | 11:32 Uhr

Von: idr

Tesero – Kurz vor den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 sorgte ein Fund im Langlaufstadion von Tesero im Val di Fiemme für Aufregung: In den Filtern der Lüftungsanlage wurden Spuren des Bakteriums Coxiella burnetii nachgewiesen. Die Entwarnung folgte prompt, doch der Vorfall zeigt, wie akribisch die Sicherheitsbehörden die Wettkampfstätten überwachen.

Coxiella burnetii ist der Erreger des sogenannten Q-Fiebers, einer Infektionskrankheit, die grippeähnliche Symptome verursachen kann. Das Bakterium tritt vor allem in ländlichen Gebieten auf, wo Nutztiere gehalten werden. Schafe, Ziegen und Rinder gelten als Hauptüberträger. Das Tesero-Stadion liegt inmitten des Trentiner Alpenraums, was das Vorkommen mikroskopischer Spuren erklärbar macht.

Wiederholte Tests, die mit denselben Methoden wie in den Vortagen durchgeführt wurden, lieferten bei allen Proben negative Ergebnisse. Die Präventionsabteilung der zuständigen Gesundheitsbehörde des Trentino, Asuit, bestätigte, dass der Nachweis unter den gegebenen Bedingungen kein Risiko für Athleten, Mitarbeiter oder die Öffentlichkeit darstelle.

Sicherheitssystem auf Hochtouren

Spezialkräfte der Ständigen Feuerwehr Trient überwachen die Wettkampfstätten rund um die Uhr auf nukleare, biologische, chemische und radiologische Gefahren. Kontrolliert werden Luft, Wasserleitungen und Abwassersysteme, koordiniert durch den Katastrophenschutz Trentino, die Nationale Feuerwehr und das Italienische Rote Kreuz Trentino. Abgesehen von den Coxiella-Spuren wurden bei den jüngsten Kontrollen keine weiteren auffälligen Befunde festgestellt.

Der Vorfall ist damit weniger Alarmzeichen als vielmehr Beleg dafür, dass das Überwachungssystem funktioniert. Wer die Wettkämpfe verfolgt, kann also beruhigt sein: die Behörden gaben bekannt, dass die Luft rein sei.

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