Von: Lukas Unterkofler
Venedig/Gardasee – Abgelaufener Fisch, fehlende Herkunftsnachweise und Hygienemängel: Bei einer groß angelegten Kontrollaktion der Küstenwache von Venedig sind rund 1,8 Tonnen Fisch und Meeresprodukte beschlagnahmt worden.
Bei insgesamt 52 Kontrollen in mehreren Regionen Norditaliens wurden zudem zehn Verwaltungsstrafen in Höhe von insgesamt 20.000 Euro verhängt. Die Überprüfungen erstreckten sich auch auf Südtirol.
Mängel in Restaurants und Lagern
Im Fokus standen zunächst Restaurants in wichtigen Tourismusgebieten – von der venezianischen Küste bis zum Gardasee. Dabei wurden 50 Kilogramm abgelaufener oder nicht rückverfolgbarer Fisch entdeckt. Die Folge waren Strafen von insgesamt 8.000 Euro. In Caorle musste ein Restaurant wegen schwerwiegender hygienischer Mängel vorübergehend schließen.
Auch im Raum Brescia wurden Großhändler kontrolliert, die Hotels und Restaurants beliefern. In einem Betrieb stellten die Beamten 640 Kilogramm Fisch ohne Herkunftsnachweis sicher. Dafür wurde eine Strafe von 2.000 Euro verhängt. Weitere 700 Kilogramm Fischprodukte wurden wegen Unregelmäßigkeiten bei der Verarbeitung beschlagnahmt. Der Inhaber wurde zudem wegen unsachgemäßer Abfallentsorgung angezeigt.
Weitere Verstöße am Gardasee
Bei weiteren Kontrollen eines Lagers von Händlern, die in der Lombardei und im Trentino tätig sind, wurden 170 Kilogramm nicht mehr verkehrsfähiger Fisch gefunden. In einem Lager am südlichen Gardasee stellten die Kontrolleure außerdem 240 Kilogramm abgelaufene oder falsch gekennzeichnete Produkte sicher. In diesem Fall wurde eine Strafe von 4.000 Euro verhängt.
Für die Provinz Bozen wurden keine konkreten Beschlagnahmungen oder Geldstrafen gemeldet. Die Kontrollen umfassten neben Südtirol auch Venetien, die östliche Lombardei, das Trentino und die Provinz Pordenone.




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