Tödlicher Absturz am Sass Pordoi

Michelle Alejandra Rubio-Leiva [36] stürzte ins Leere

Sonntag, 18. Oktober 2026 | 11:20 Uhr

Von: Matthias Knapp

Canazei – Bei einem Bergunfall im Fassatal im Trentino ist am Samstag die US-amerikanische Wanderin Michelle Alejandra Rubio-Leiva ums Leben gekommen. Wie die Zeitung Alto Adige schreibt, rutschte die 36-Jährige am Sass Pordoi aus und stürzte etwa 300 Meter in die Tiefe – vor den Augen ihrer Schwester und weiterer Angehörigen.

Wie berichtet, hat sich der Unfall am späten Samstagvormittag nahe der Pordoi-Scharte auf rund 2.750 Metern Höhe an einer ausgesetzten Stelle ereignet. Die Managerin aus Miami verbrachte ihren Urlaub gemeinsam mit ihrer Familie in der Gegend, bis es zu dem fatalen Absturz kam.

Die Gruppe war mit der Seilbahn auf den Sass Pordoi gefahren und hatte den Weg verlassen, um einen der zahlreichen Aussichtspunkte zu erreichen. Die Frau ist nur 200 Meter entfernt von der Ankunftsstation ins Leere gestürzt und prallte auf einem Geröllfeld auf, durch das sich ein Wanderweg schlängelt.

Aussagen von Zeugen zufolge, die von den Carabinieri von Cavalese einvernommen wurden, hatte sich die 36-Jährige möglicherweise etwas zu weit nach vorne gebeugt und so das Gleichgewicht verloren.

Wanderer, die die verzweifelten Schreie der Angehörigen hörten, wählten sofort die Notrufnummer 112. Der Bergrettungsdienst aus dem Fassatal wurde samt Rettungshubschrauber zum Unglücksort entsandt. Doch der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Die Angehörigen wurden mit dem Hubschrauber nach Canazei gebracht. Bei einem weiteren Flug wurde die Leiche geborgen und ebenfalls nach Canazei transportiert, wo sie den Carabinieri übergeben wurde. Der Einsatz endete laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa gegen 14.30 Uhr.

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