Nächster unglaublicher Tag für Brignone

Riesentorlauf-Gold für Brignone

Sonntag, 15. Februar 2026 | 15:04 Uhr

Von: apa

Federica Brignone verblüfft die Sportwelt nach Super-G-Gold auch mit jenem im Riesentorlauf. Die Italienerin holte sich am Sonntag bei den Olympischen Spielen in Cortina den Sieg mit 0,62 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Sara Hector und die Norwegerin Thea Louise Stjernesund, die sich Silber teilten. Lara Della Mea kam als zweitbeste Italienerin auf Rang vier ins Ziel.

Völlig enttäuscht war hingegen Julia Scheib. Die Führende im Riesentorlauf-Weltcup musste mit Rang fünf Vorlieb nehmen. Scheib entschuldigte sich, dass sie den Zielraum nach ihrem zweiten Durchgang gleich nach dem Abschwingen ohne Gruß verlassen hatte. “Tut mir leid für die Leute, das gehört sich nicht. Das war für mich so eine Enttäuschung in dem Moment. Bitte Rücksicht nehmen. Ich habe alles gegeben und mich supergut gefühlt”, sagte die Steirerin. Liegen gelassen habe sie es im ersten Durchgang.

Nächster unglaublicher Tag für Brignone

Brignone gewann 2024/25 den alpinen Ski-Gesamtweltcup und zog sich nur ein paar Wochen später im April einen komplizierten Unterschenkelbruch zu. Diesen Jänner gab sie ihr Comeback als Sechste des Kronplatz-Riesentorlaufs, in Crans-Montana wurde sie im Super-G 18. Mehr Rennen zur Vorbereitung hatte sie nicht. Nach dem Super-G-Triumph sprach sie von einem “unglaublichen Tag”, dem nun ein weiterer dieser Kategorie folgte.

Sofia Goggia wurde vor Mikaela Shiffrin Zehnte.

“Als ich die Ziellinie überquert hatte, wusste ich nicht, ob es gereicht hat. Dann habe ich die Menge gehört und mir gedacht, vielleicht ja”, erzählte Brignone, für die es die fünfte Olympiamedaille insgesamt war. “Ich habe so viele Gefühle, ich kann es schon wieder nicht glauben. Das ist einfach nur verrückt. Ich wollte hier einfach nur Spaß haben. Ich habe schon viel erreicht, indem ich es überhaupt als Athletin hierhergeschafft habe.” Nach dem Super-G habe sie etwas Druck verspürt, sie habe sich aber aufs Skifahren konzentrieren können.

Ein Kuriosum lieferten Hector und Stjernesund ab, die im ersten Durchgang ex aequo Vierte waren und im zweiten erneut die gleiche Zeit fuhren. Die beiden sind gut miteinander befreundet. “In meinen Augen ist das ein wunderschönes Podium, ich bin dankbar, es mit ihnen zu teilen”, meinte Stjernesund. Hector, in Peking Riesentorlauf-Olympiasiegerin, sprach von einem wunderschönen Tag. “Es ist so ein cooler Tag”, meinte die 33-Jährige.

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