Von: Lukas Unterkofler
Sorapissee – Der Sorapissee in den Dolomiten ist erneut Schauplatz eines verstörenden Zwischenfalls geworden. Ein Tourist schleppte ein Stand-up-Paddle-Board bis zum bekannten Bergsee in den Dolomiten, setzte es dort ins Wasser und paddelte über den See, und das, obwohl das Baden und Befahren des Gewässers seit Jahren verboten ist.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, den 2. August. Nach Medienberichten hatte der Mann das SUP auf dem Rücken zum türkisblauen Bergsee nahe der Vandelli-Hütte getragen, es vor Ort aufgeblasen und war anschließend auf dem Wasser unterwegs. Danach soll er sich zum Sonnenbaden ans Ufer gelegt haben. Auf Hinweise anderer Wanderer habe der Tourist nur wenig einsichtig reagiert, woraufhin es zu einer hitzigen Diskussion gekommen sein soll.

Der Sorapissee zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Dolomiten. In der Hochsaison wandern täglich rund 3.000 Wanderer den See, der über einen stellenweise anspruchsvollen Steig erreichbar ist. Mit dem Besucheransturm nehmen jedoch auch Regelverstöße zu. Immer wieder kommt es zu illegalem Zelten oder zum Einsatz von Drohnen, obwohl auch dafür Einschränkungen gelten.
Sanktionen können allerdings nur von den zuständigen Sicherheitsbehörden verhängt werden. Die Provinzpolizei von Belluno hat ihre Kontrollen in den Bergen zuletzt verstärkt. Beim aktuellen Vorfall waren jedoch lediglich Mitarbeiter des Seenschutzdienstes vor Ort, die den Touristen nicht am Befahren des Sees hindern konnten.
Der Zwischenfall entfacht erneut die Diskussion über strengere Schutzmaßnahmen für den Sorapissee. Geprüft wird unter anderem, das Gebiet in den Regionalen Naturpark der Ampezzaner Dolomiten aufzunehmen, um den sensiblen Naturraum besser schützen und Verstöße wirksamer ahnden zu können.




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