Von: Matthias Knapp
Bozen – Ein Jahr nach dem Auftakttreffen zwischen Land und Gewerkschaften kommt die Reallohnerhöhung für das Lehr- und Erziehungspersonal der Berufs-, Musik- und Fachschulen des Landes sowie der Kindergärten nun konkret bei den Bediensteten an. Wie Personallandesrätin Magdalena Amhof informiert, wird die Auszahlung morgen vorgenommen. Der entsprechende Kollektivvertrag war im August in Kraft getreten, danach musste die technische Implementierung erfolgen.
“Morgen werden die Bediensteten der Landesschulen zwei zusätzliche Zeilen auf dem Lohnstreifen finden – die Nachzahlungen für die Monate Januar-August sowie die Reallohnerhöhung für September”, erläutert Personallandesrätin Magdalena Amhof. Die Anpassung sieht eine Erhöhung von 400 Euro brutto pro Kopf vor, berechnet auf 13 Monatsgehälter. Da die Maßnahme rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, werden mit dem September-Gehalt auch sämtliche ausstehenden Monatsbeträge seit Jahresbeginn abgegolten.
Reallohnerhöhung für Staatslehrer jetzt in Kraft, Auszahlung folgt im Oktober
Für die Lehrpersonen der Grund-, Mittel- und Oberschulen kommt die Auszahlung, nach Dienstalter gestaffelt, einen Monat später mit dem Oktober-Gehalt. “Die Verträge für die staatlichen Schulen müssen immer auch in Rom begutachtet werden”, erklärt Amhof. Nach der erfolgten Zertifizierung durch den Rechnungshof am 18. September konnte der Vertrag diese Woche definitiv unterzeichnet werden und wurde heute im Amtsblatt der Region veröffentlicht. Damit kann die Reallohnerhöhung mit dem Oktober-Gehalt umgesetzt werden, gemeinsam mit der Auszahlung der angehäuften Beträge seit 1. Januar 2026.
Weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Bildungsbereichs in Umsetzung
Amhof verweist auch auf anderweitige Maßnahmen zur finanziellen Aufwertung der Bildungsberufe und Bildungsarbeit, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden, etwa die Anhebung der Entlohnung für Überstunden (+40 Prozent) oder der Zulage für die Begleitung von Schülerinnen und Schülern bei Ausflügen (+100 Prozent). “Zu weiteren Punkten verhandeln Gewerkschaften, die Landesagentur für Gewerkschaftsbeziehungen und die Verantwortlichen aus dem Bildungsbereich derzeit weiter. Darüber hinaus werden auch die Lehrpersonen aller Schulen in den Genuss einer jährlichen Inflationsanpassung kommen, für die die Landesregierung kürzlich zusätzliche Geldmittel bereitgestellt hat”, sagt Personallandesrätin Amhof.




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