Von: Redaktion Südtirol News
Auer – Der Gemeinderat von Auer hat sich in seiner Sitzung am 8. September einstimmig gegen die geplante Neuziehung des Senatswahlkreises Bozen–Unterland ausgesprochen. Mit dem Beschluss wendet sich der Gemeinderat gegen den Vorschlag, die Gemeinden Tramin, Kurtatsch, Margreid, Kaltern und Eppan künftig dem Senatswahlkreis Meran sowie Aldein dem Wahlkreis Brixen zuzuordnen und damit das Unterland zu teilen.
Der Gemeinderat unterstreicht, dass Unterland und Überetsch historisch, kulturell und wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind. Die bestehende Wahlkreiseinteilung sei zudem das Ergebnis eines langen politischen Ausgleichs, der den sprachlichen und territorialen Besonderheiten Südtirols Rechnung trägt. Eine einseitige Änderung ohne ausreichende Einbindung des betroffenen Gebietes wird daher klar abgelehnt.
„Das Unterland darf nicht aus wahltaktischen Gründen auseinandergerissen werden. Unser Gebiet ist historisch und gesellschaftlich eng miteinander verbunden – und diese gewachsene Einheit muss auch bei der Einteilung der Wahlkreise respektiert werden“, betont Bürgermeister Martin Feichter.
Mit dem einstimmigen Beschluss appelliert der Gemeinderat an Landeshauptmann, Landtag und Landesregierung, sich gegen die geplante Änderung einzusetzen. Zugleich werden die italienische Regierung sowie die Südtiroler Abgeordneten und Senatoren aufgefordert, die Reform in dieser Form nicht weiterzuverfolgen und stattdessen den Dialog mit den lokalen und den Landesinstitutionen zu suchen.




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