Von: mk
Leifers – Im neu erbauten Gemeinschaftshaus in Leifers arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Pflege und soziale Dienste zusammen. Die Struktur wurde am 17. Juni von Gesundheitslandesrat Hubert Messner, Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi, dem Leiferer Bürgermeister Giovanni Seppi, dem Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs Christian Kofler, dem Direktor des Gesundheitsbezirkes Bozen Umberto Tait und der Direktorin des Landesamts für Sanitätsbauten Nicoletta Francato offiziell eröffnet. Die geschäftsführende Direktorin des Gemeinschaftshauses Alessandra Capici und die Pflegekoordination Michela Baraldi führten durch die verschiedenen Dienste, die sich an die rund 22.000 Menschen im Einzugsgebiet, vor allem in Leifers, Branzoll und Pfatten richten.
“Wir haben das neue Gemeinschaftshaus, das ein weiterentwickelter Sprengel ist, nach Anforderungen moderner Gesundheitsversorgung errichtet und eingerichtet, damit darin Menschen ganzheitlich, nah und schnell richtig versorgt werden”, betonte Gesundheitslandesrat Messner. Für die Menschen in und um Leifers ist das Gemeinschaftshaus leicht erreichbar und auch in der Nähe des Seniorenwohnheims, sagte Hochbaulandesrat Bianchi und verwies darauf, dass das Gebäude in nur drei Jahren verwirklicht wurde. “Für Leifers, die viertgrößte Stadt in Südtirol und darüber hinaus bedeutet das neue Gemeinschaftshaus einen Qualitätssprung, was soziale und gesundheitliche Versorgung betrifft und seit Inbetriebnahme der Dienste haben die Bürger das Angebot gut angenommen”, zeigte sich der Leiferer Bürgermeister Seppi zufrieden.
Der Generaldirektor des Sanitätsbetriebs Kofler bezeichnete das Gemeinschaftshaus als “Vorzeigemodell für wohnortnahe Versorgung, das Menschen in schwierigen Momenten verlässlich Unterstützung und Hilfe bietet.” Der Bezirksdirektor des Sanitätsbetriebs lud die Menschen ein, die neue Struktur zu nutzen und etwa für kleinere gesundheitliche Beschwerden das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten anstelle der Notaufnahme aufzusuchen. Einige Räume würden in den kommenden Wochen noch fertig gestellt. Auch die neue Palliativstation im dritten Stock befindet sich noch im Bau und werde noch innerhalb des Jahres fertiggestellt, berichtete die Direktorin des Amts für Sanitätsbauten Francato.
Nahe Gesundheitsdienste und Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten
Im Gemeinschaftshaus sind unter anderem der Krankenpflege- und Hauskrankenpflegedienst, die Mütter- und Hebammenberatungsstelle, fachärztliche Ambulatorien, der EKG-Dienst, der Blutentnahmedienst, der Dienst für Betreuungskontinuität, Geburtsvorbereitungskurse sowie die Dienste des Sozialsprengels (ambulanter Betreuungsdienst) und Verwaltungsdienste angesiedelt. Auch Präventions- und Vorsorgeangebote wie der Pap-Test werden vor Ort angeboten. Bei dringlichen, aber nicht lebensbedrohlichen gesundheitlichen Anliegen und Beschwerden können Bürgerinnen und Bürger auch das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten aufsuchen wie z.B. bei Grippesymptome, Rücken- oder Gelenksschmerzen, leichten Verletzungen wie kleinere Schnittwunden oder leichte Verbrennungen.
Im neuen Haus betreut werden sollen vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen. Dazu dienen eigene Betreuungspfade, wie für Diabetes, Herzinsuffizienz, chronische Atemwegserkrankungen und rheumatoide Arthritis. Das dreistöckige Gebäude mit zentralem Eingangsbereich und nahezu energieautarker Bauweise soll ab Jahresende in der dritten Etage zudem eine Palliativstation mit 12 Betten beherbergen.




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