Von: importer
Nach Luftangriffen im Jemen hat die mit dem Iran verbündete Houthi-Miliz mehrere Tote gemeldet. Saudi-Arabien sei laut der Miliz für die Angriffe verantwortlich. Ein Angriff tötete demnach im Westen der Hauptstadt Sanaa vier Menschen und verletzte mehrere. Dies berichtete der von den Houthis betriebene Fernsehsender Al-Masirah. Bei einem weiteren Angriff auf eine Zementfabrik nahe Sanaa wurden laut dem TV-Sender acht Menschen getötet und zehn weitere verletzt.
Augenzeugen berichteten auch von Luftangriffen westlich von Sanaa. Dort seien Rauchwolken zu sehen gewesen, hieß es. Der Hafenstadt Mokka hätten rund 20 Luftangriffe gegolten, berichtete Al-Masirah. Von saudischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Angriffe.
Angriffe auch in weiteren Teilen des Jemens
In der südlichen Hafenstadt Aden, dem Regierungssitz der international anerkannten Regierung, wurden ebenfalls Explosionen gemeldet. Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabiya meldete Detonationen am dortigen Flughafen.
Der Bürgerkrieg im Jemen ist im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt. Die vom Iran unterstützten Houthis nahmen bei einer Offensive weite Teile der Westküste am Roten Meer ein und rückten auch in anderen Provinzen vor. Die Regierung versucht mit Hilfe verbündeter Milizen und Saudi-Arabiens, die Rebellen zurückzudrängen.
Bei der neuen Gewalt im Jemen wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit August mindestens 1.500 Menschen getötet. Mehr als 6.900 weitere Menschen seien im selben Zeitraum verletzt worden, teilte die WHO mit. Die UNO-Organisation bekommt allerdings keine Opferzahlen aus Gebieten, die von den Houthis kontrolliert werden. Die Zahl der Toten und Verletzten seit der neuen Eskalation vor einigen Monaten dürfte deshalb noch deutlich höher liegen.




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