Erneute Attacken Israels

Israel setzt Angriffe im Süden des Libanon fort

Montag, 08. Juni 2026 | 18:20 Uhr

Von: APA/AFP/dpa/Reuters

Die israelische Armee hat am Montag ihre Angriffe im Süden des Libanon fortgesetzt. Ein Angriff habe “auf ein Auto in der Nähe eines Gebäudes des libanesischen Roten Kreuzes” in der Küstenstadt Tyros gezielt, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Das libanesische Rote Kreuz teilte mit, dass vier Rettungskräfte verletzt worden seien. Ein AFP-Fotograf sah ein in Flammen stehendes Auto auf einer Küstenstraße.

Anrainer versammelten sich um das Auto, ein Krankenwagen mit Sanitätern traf ein, wie der AFP-Fotograf berichtete. Nach Angaben von NNA trafen israelische Angriffe seit der Früh mehr als zwölf Orte im Süden des Libanon, darunter auch Burj al-Shemali bei Tyros.

Wie das libanesische Kulturministerium mitteilte, wurde auch die UNESCO-Welterbestätte Tyros bei Angriffen am Sonntag beschädigt. AFP-Journalisten sahen Staub und Trümmer an der Stätte. NNA berichtete, die Angriffe vom Montag hätten Todesopfer zur Folge gehabt, das libanesische Gesundheitsministerium veröffentlichte zunächst keine Zahlen.

Iranische Raketen auf Israel

Der Iran hatte Sonntagabend erstmals seit Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe Anfang April wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Als Grund gaben die iranischen Revolutionsgarden israelische Luftangriffe auf Viertel von Beirut im Libanon an, die als Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten.

Am Montag erklärte die iranische Armee den Angriff für beendet. Der Iran habe Israel eine “schmerzhafte Antwort” gegeben, und “dementsprechend ist hiermit die Einstellung der Armee-Einsätze verkündet”, gab die Armee bekannt. Zugleich warnte sie vor noch härteren Maßnahmen, sollte Israel weiter angreifen.

Die Einstellung der Attacken bestätigte auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Montag, die israelische Armee werde die Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet der iranischen Drohungen weiter fortsetzen.

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