Die Waffen sollen endlich schweigen

Israel tötet sechs Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon

Donnerstag, 25. Juni 2026 | 22:22 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der von ihr festgelegten “Sicherheitszone” im Südlibanon sechs Mitglieder der Hisbollah-Miliz getötet. Diese hätten für die Soldaten eine Gefahr dargestellt, teilte die Armee mit. Es habe sich um zwei Zwischenfälle gehandelt. Eigentlich herrscht zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon seit vergangenem Freitag eine Waffenruhe. Zuletzt wurde die Feuerpause nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen eingehalten.

Israel kontrolliert aber im Südlibanon eine “Sicherheitszone”, die rund sechs Prozent des libanesischen Territoriums umfasst. Die Armee hat erklärt, dass sie gegen Gefahren für Soldaten sowie Bürger in Nordisrael vorgehen werde. Der Libanon betrachtet die Zone als völkerrechtswidrig besetztes Gebiet.

NNA meldete auch, dass die israelische Armee Häuser in dem Ort Ain Arab nahe der Grenze zu Israel niedergebrannt habe. Bereits am Mittwoch gab es Berichte, dass die Bewohner aufgefordert wurden, ihre Häuser dort zu verlassen. Das israelische Militär äußerte sich dazu zunächst nicht.

Gespräche in Washington

In der US-Hauptstadt gingen unterdessen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Dabei soll die Waffenruhe gefestigt werden. Die libanesische Regierung will vor allem auch einen Abzug der israelischen Truppen erzielen.

Israel will eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Die israelische Regierung hatte zuletzt mehrmals betont, erst bei einer vollständigen Entwaffnung der Hisbollah aus dem Nachbarland abzuziehen.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz lehnte unterdessen einen Truppenabzug aus dem Libanon trotz Drucks ab. Die Armee werde so lange wie nötig in den Sicherheitszonen des Nachbarlandes, in Syrien und im Gazastreifen bleiben, sagte Katz. Ein Rückzug aus diesen Gebieten komme nicht infrage, erklärte er.

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