Von: importer
Ereignet sich in den kommenden zwei Monaten nichts mehr unerwartetes, wird Österreich heuer die niedrigsten Asyl-Antragszahlen seit Jahrzehnten aufweisen. Laut aktueller Statistik wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 7.397 Ansuchen gestellt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es rund 13.500. Das ergibt einen Rückgang von 45 Prozent. Dabei suchten etwas mehr Männer (58 Prozent) als Frauen um Asyl an.
Die knappe Mehrheit der Antragssteller (51 Prozent) ist minderjährig. Dies hängt auch mit vielen Ansuchen nachgeborener Kinder zusammen. Die Zahl der originären Anträge, also von Personen, die neu nach Österreich kommen, ist mit knapp 2.800 weiter deutlich geringer als von Menschen, die sich bereits im Land befanden.
Meiste Anträge von Syrern
Was die Herkunft der Antragssteller betrifft, sind Syrer mit 1.941 Ansuchen an der Spitze, gefolgt von Afghanen (1.682). Was originäre Anträge angeht, sind Afghanen (581) hingegen klar an der Spitze. Nur 256 Syrer und damit kaum mehr als Türken (238) kamen neu ins Land.
Asyl gewährt wurde bisher in 4.739 Fällen. 3.778 Mal wurde subsidiärer Schutz vergeben. In 1.495 Fällen gab es einen Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen. Bei Asylanerkennungen hatten Afghanen mit einer Anerkennung von gut zwei Drittel besonders gute Aussichten. Für Syrer gab es hingegen nur bei etwa jedem dritten Fall den Status. Dafür sind Bürger dieses Landes mit Abstand die größte Gruppe bei den subsidiär Schutzberechtigten.




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