Kiew will ein Ende des Krieges erzwingen

Selenskyj billigt 40-tägige Offensive gegen Russland

Donnerstag, 25. Juni 2026 | 22:08 Uhr

Von: APA/Reuters/AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Beratungen mit dem Geheimdienstchef eine 40-tägige Offensive gegen russische Ziele gebilligt. Ziel der Operation sei es, Druck auf den Aggressor auszuüben, um ein Ende des Krieges zu erzwingen, postete Selenskyj auf Telegram. Indes waren Donnerstagabend während eines Luftalarms mehrere Explosionen in Kiew zu hören. Zuvor hatten die ukrainische Luftwaffe und die Stadtverwaltung vor russischen ballistischen Raketen gewarnt.

Diese seien zuvor in Richtung der Hauptstadt abgefeuert worden, hieß es. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte auf Telegram, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Einwohner auf, Schutzräume aufzusuchen. In einer weiteren Mitteilung erklärte Klitschko, im Bezirk Darnyzja seien Raketentrümmer auf einer Freifläche niedergegangen. Rettungskräfte seien auf dem Weg zu dem Ort.

Der Bezirk Darnyzja liegt im Südosten Kiews am linken Ufer des Dnipro. Es handelt sich um ein dicht besiedeltes Wohngebiet. Zuvor hatte der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, erklärt, Russland habe “ballistische Raketen” auf Kiew abgefeuert.

Rauchspuren über Kiew

AFP-Journalisten sahen am Himmel über der Hauptstadt Rauchspuren, die von Flugkörpern der Luftabwehr hinterlassen wurden. Außerdem hörten sie Explosionen während des Abfangens von Geschossen.

Der Zeitpunkt des Angriffs war ungewöhnlich: Die russische Armee greift die Ukraine in der Regel in der Nacht aus der Luft an. Seit Beginn ihrer großangelegten Offensive im Februar 2022 bombardiert Russland die Ukraine nahezu täglich mit Drohnen und Raketen. Kiew war im vergangenen Jahr wiederholt Ziel russischer Angriffe, bei denen Zivilisten getötet und historische Gebäude beschädigt wurden.

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