Von: Matthias Knapp
Bruneck – Die Städtepartnerschaften Brunecks sollen den europäischen Gedanken fördern, den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie zwischen Vereinen und Institutionen stärken und den Kontakt zu den Partnerstädten lebendig halten. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung sind diese Verbindungen in den vergangenen Jahren kaum mehr präsent. Die Grüne Ratsfraktion in Bruneck will deshalb wissen, welchen Stellenwert die Stadtregierung den Städtepartnerschaften heute beimisst und wie diese künftig wieder stärker mit Leben gefüllt werden können.
„Städtepartnerschaften sind mehr als offizielle Besuche und Einträge auf einer Gemeindehomepage. Sie können gerade in Zeiten, in denen Europa vor großen Herausforderungen steht, einen ganz konkreten Beitrag zu Austausch, Verständnis und Zusammenarbeit leisten. Dafür müssen sie aber auch tatsächlich gelebt werden“, sagt der Grüne Gemeinderat Klaus Kaneider.
Die Grünen wollen insbesondere nachvollziehen, wie aktiv die Partnerschaften derzeit sind. Die Stadtregierung soll darlegen, wie viele offizielle Begegnungen, Delegationsreisen und Veranstaltungen in der vergangenen und der laufenden Amtsperiode stattgefunden haben, welche Partnerstädte beteiligt waren und wer Bruneck bei Auslandsreisen vertreten hat. Auch nach den dafür eingesetzten finanziellen Mitteln fragen die Grünen.
Ein besonderer Aspekt ist für die Grünen die Zusammensetzung der Besucherdelegationen. Daher möchte die Ratsfraktion auch erfahren, nach welchen Kriterien diese Delegationen zusammengestellt werden. Schließlich handle es sich um Delegationen, die die Stadt Bruneck in ihrer Gesamtheit vertreten sollen. Aus Sicht der Grünen sollten daher in erster Linie gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Stadt darin vertreten sein.
Ein weiteres Augenmerk legt die Ratsfraktion auf den Austausch mit der lokalen Zivilgesellschaft. Gefragt wird daher auch, ob derzeit regelmäßige Projekte mit Schulen, Vereinen, Jugendorganisationen oder anderen lokalen Institutionen in den Partnerstädten bestehen.
„Wenn wir den europäischen Gedanken ernst nehmen, sollten unsere Städtepartnerschaften nicht von einzelnen offiziellen Terminen leben. Spannend wird es dort, wo Jugendliche, Schulen, Vereine und Bürgerinnen und Bürger miteinander in Kontakt kommen. Genau solche dauerhaften Verbindungen sollten wir fördern“, so Kaneider.
Die Grünen erwarten von der Stadtregierung deshalb nicht nur eine Auflistung vergangener Aktivitäten, sondern auch eine klare Perspektive für die Zukunft: Welche Ziele verfolgt Bruneck mit seinen Städtepartnerschaften und wie sollen diese Partnerschaften wieder sichtbarer und lebendiger werden?




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