Landesregierung genehmigt die Aufnahme in den Winternachtquartieren

Südtirol schafft 235 Plätze für Obdachlose im Winter

Freitag, 11. September 2026 | 17:32 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Die Landesregierung hat sich in ihrer Sitzung am 11. September mit dem Thema der Winternachtquartiere befasst. Anlass dafür war ein Beschluss zu den Leitlinien für die Aufnahme in die Nachtquartiere, eingebracht von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer, sowie ein Vermerk, eingebracht von Hochbaulandesrat Christian Bianchi, zum Ausmachen weiterer möglicher Räumlichkeiten im Landesbesitz.

Ab 1. November sollen obdachlosen Menschen insgesamt 235 Plätze in Winternachtquartieren zur Verfügung stehen. Diese werden – wie bereits im Vorjahr – auf die Gemeinden Bozen, Brixen, Bruneck, Leifers und Meran aufgeteilt. Die Aufteilung sieht 70 Plätze in den Winternachtquartieren und 20 Notaufnahmeplätze in Bozen, 45 Winternachtquartiersplätze (davon 25 für Frauen) sowie 5 Notaufnahmeplätze in Meran, jeweils 20 Plätze in den Winternachtquartieren und 5 Notaufnahmeplätze in Brixen und Bruneck sowie 20 Winternachtquartiersplätze in Leifers. Hinzu kommen 25 Plätze im Dormizil in Bozen. Im gutgeheißenen Beschluss werden zudem die Verfahrensabläufe, die Zugangskriterien und die garantierten Leistungen festgehalten.

Unterkünfte vor allem im Winter wichtig

Zudem wurde das Ressort Hochbau, Valorisierung des Vermögens, Grundbuch und Kataster, in Abstimmung mit dem Ressort Sozialer Zusammenhalt, Familie, Senioren, Genossenschaften und Ehrenamt, beauftragt, geeignete Gebäude auszumachen und eventuelle Instandsetzungsarbeiten vorzusehen, um darin Personen eine zeitweilige Unterkunft in den Wintermonaten bieten zu können.

“Es ist unsere gesellschaftliche Aufgabe, vor allem in der kalten Jahreszeit zeitweilige Unterkünfte für jene Menschen zur Verfügung zu stellen. Dafür braucht es klare Regeln und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten”, sagt Soziallandesrätin Pamer, die gleichzeitig daran erinnert, dass die Zuständigkeit für den Bereich Obdachlosigkeit bei den Gemeinden liege. Das Land unterstütze jedoch durch die Finanzierung von Diensten.

Landesrat Bianchi ergänzt dazu: “Wir setzen damit die im vergangenen Jahr eingegangene Verpflichtung fort, neue, über das ganze Land verteilte Unterbringungsmöglichkeiten auszumachen. Das Ziel ist es, die Plätze zu erweitern und ein ausgewogenes, nachhaltiges Netzwerk aufzubauen, das konkrete Hilfe bietet und gleichzeitig mehr Gemeinden miteinbezieht, um damit vor allem die Landeshauptstadt Bozen zu entlasten.”

Bezirk: Bozen

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