Von: luk
Brixen – Die Stadt Brixen verschärft den Umgang mit Wildcampen und Biwakieren im öffentlichen Raum. Mit einer neuen Verordnung will die Gemeinde klare Grenzen setzen und Umwelt, Landschaft sowie die Lebensqualität in der Stadt besser schützen.
Brixen zählt damit zu den ersten Gemeinden Südtirols, die eine umfassende Regelung für das Campieren und Biwakieren auf öffentlichem und privatem Grund einführen. Hintergrund ist der deutliche Anstieg von Wohnmobilen und Campern in den vergangenen Jahren – und damit auch wiederkehrende Probleme durch illegales Campieren.
Immer wieder sei es zu Fällen gekommen, bei denen öffentliche Flächen zweckwidrig genutzt wurden, etwa durch das Aufstellen von Tischen, Stühlen oder Zelten. Zusätzlich wurden Abfall, Grauwasser und Fäkalien unsachgemäß entsorgt, was laut Stadtverwaltung nicht nur Umwelt und Natur belastet, sondern auch zu höheren Reinigungskosten und Konflikten im öffentlichen Raum führt.
Die neue Verordnung stellt nun klar: Das reine Parken von Wohnmobilen bleibt im Rahmen der Straßenverkehrsordnung weiterhin erlaubt. Jede Form des Campierens – etwa das „Einrichten“ von Stellplätzen mit Campingausrüstung oder das Ablassen von Flüssigkeiten – ist hingegen untersagt.
„Brixen steht für Qualitätstourismus und einen respektvollen Umgang mit unserer Natur- und Kulturlandschaft“, betont Tourismusstadträtin Sara Dejakum. Die allermeisten Gäste verhielten sich vorbildlich, Wildcampen hingegen schade sowohl der Umwelt als auch dem Standort. Ziel sei es, klare Regeln für alle zu schaffen.
Auch Mobilitäts- und Ortspolizeistadtrat Thomas Schraffl unterstreicht die Bedeutung der neuen Bestimmungen. Die Verordnung schaffe Rechtssicherheit und gebe der Ortspolizei ein wirksames Instrument, um gegen illegales Campieren und Umweltverschmutzung vorzugehen. Öffentliche Parkflächen seien keine Campingplätze, so Schraffl.
Besonderes Augenmerk legt die Stadt auf den Umwelt- und Ressourcenschutz. Die unsachgemäße Entsorgung von Abfällen und Abwässern könne Böden, Gewässer und sensible Naturräume gefährden. Bei Verstößen sind entsprechende Sanktionen vorgesehen.
Mit der neuen Regelung will die Stadt Brixen sowohl die Lebensqualität der Bevölkerung sichern als auch einen nachhaltigen Tourismus fördern. Offizielle Campingplätze und Stellflächen bleiben weiterhin die vorgesehenen Alternativen für Wohnmobile und Camper.




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