Von: importer
Bei russischen Angriffen sind in der Nacht auf Samstag mindestens vier Menschen in der Ukraine getötet worden. In Saporischschja kamen nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff in einem Wohngebiet ums Leben. Mindestens eine weitere Person wurde verletzt. Auch in der Großstadt Krywyj Rih wurden laut dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, zwei Menschen bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet. Vier weitere seien verletzt.
Im südukrainischen Gebiet Odessa wurden nach Angaben von Militärgouverneur Oleh Kiper mindestens 35 Menschen verletzt. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Zwei Personen würden noch gesucht. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen.
Russland bestätigt Angriffe
Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe. Attackiert worden seien in Saporischschja und Krywyj Rih Unternehmen der Metallindustrie, die Produkte für militärische Zwecke herstellten, hieß es. In der Region Odessa seien Objekte der Hafeninfrastruktur und ein wichtiges Objekt der Verkehrsinfrastruktur für die Entladung und Lagerung militärischer Güter. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Russische Truppen griffen in der Nacht zudem zwei Frachtschiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk an. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium.
Ukraine flog mit Drohnen Angriffe auf russisches Gebiet
Unterdessen griff auch die Ukraine nach russischen Angaben mehrere Regionen mit Drohnen an. Die Luftabwehr habe insgesamt 230 unbemannte Flugkörper über mehr als einem Dutzend Gebieten sowie über der Halbinsel Krim und dem Asowschen und Schwarzen Meer abgeschossen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Bei den Angriffen wurde laut ukrainischen Angaben auch eine Fabrik im Wolgagebiet Samara getroffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.
Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew schrieb am frühen Morgen bei Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der Bürgermeister der Stadt Toljatti, Ilja Suchich, teilte mit, dass ein Mensch infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.




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