Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – „Braucht es wirklich erst einen Extremsommer und millionenschwere Schäden in der Landwirtschaft, bis diese Landesregierung über die Förderung von wasserschonenden Bewässerungssystemen endlich nachdenken will?“, fragt der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber.
Er reagiert damit auf die mediale Ankündigung von Landesrat Luis Walcher, wonach zur Sicherung der Wasserversorgung auch über die „Förderung von Umstellung auf Tropfberegnung zu reden sei“. Seit Jahren hat die SVP-Fraktion diese Forderung im Südtiroler Landtag abgelehnt. Auch Landesrat Walcher hat bereits dreimal gegen entsprechende Anträge gestimmt, zuletzt im Juni dieses Jahres.
„Dass die Schäden im Obst- und Weinbau heuer nicht um ein Vielfaches höher ausgefallen sind, ist den Bauern zu verdanken, die in den letzten Jahren trotz rückläufiger Erlöse ihre Anlagen aus eigenen Mitteln mit Tropfberegnungen ausgestattet haben“ erinnert Leiter Reber.
„Trotz ständig längerer Trockenphasen und obwohl das sogenannte Europagesetz (Landesgesetz Nr. 10/2019) klar vorsieht, mit den Einnahmen der Wassergebühren die Installation wassersparender Bewässerungssysteme zu fördern, hat die Landesregierung die Betriebsnetze im Obst- und Weinbau seit vielen Jahren von allen Förderungen ausgeschlossen“, bemängelt der parteifreie Abgeordnete.
„Wenn die Landesregierung nach Jahren fehlgeleiteter Förderpolitik nun endlich vernünftig und über die Förderung bei der Umstellung auf Tropfbewässerung nachdenken will, dann ersuche ich diese Gedanken schnell zu fassen und auch die notwendigen Filteranlagen und betrieblichen Speicherbecken bei den förderwürdigen Maßnahmen zu berücksichtigen. Würde die SVP früher auf gute Vorschläge der Opposition hören, dann hätten wir uns sehr viel wertvolle Zeit sparen können und Land und Leuten wäre längst geholfen“ schließt Leiter Reber.




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