Trump bestätigte die neuerlichen Angriffe auf den Iran

Trump bestätigt neuen Angriff auf den Iran

Dienstag, 03. November 2026 | 17:07 Uhr

Von: importer

US-Präsident Donald Trump hat einen Angriff der Vereinigten Staaten auf den Iran bestätigt. Die Streitkräfte hätten eine Luftabwehreinrichtung nach ihrem Aufbau attackiert, sagte Trump am Dienstag telefonisch dem Sender Fox News. “Als sie fertiggestellt war, haben wir sie vergangene Nacht sehr schön getroffen”, sagte der Präsident. Es habe sich um einen “kleineren Angriff” gehandelt. Mehrere US-Medien hatten zuvor unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtet.

Auch die iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete fünf Explosionen kurz hintereinander auf die Insel Qeshm in der Straße von Hormuz. Der “Axios”-Reporter Barak Ravid schrieb auf X, ein Kampfflugzeug der USA habe eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei.

Trump hatte am Montag mit Blick auf Verhandlungen beider Seite über ein Ende des Krieges gesagt, ein Abkommen mit dem Iran “könnte zustande kommen”. Teheran wolle “so schnell wie möglich” eine Einigung. Auf die Frage, ob er nach den Kongresswahlen am Dienstag erneut Angriffe auf den Iran anordnen werde, antwortete Trump am Montag mit “Nein”.

Eine Einigung für ein Kriegsende im US-Iran-Konflikt ist hingegen laut einem iranischen Regierungsvertreter noch weit entfernt. Der Iran werde die “überzogenen Forderungen” der USA nicht akzeptieren, sagte der Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit laufen verstärkte diplomatische Bemühungen.

Katar will weiter vermitteln

Katar agiert als Vermittler und machte zuletzt einen Vorschlag zur Konfliktbeilegung, der ein Wiederaufflammen des Kriegs nach den US-Kongresswahlen verhindern soll. “Die Arbeit läuft immer noch, die Kluft zu überwinden”, sagte Außenamtssprecher Majed al-Ansari vor Journalisten. “Wir bleiben hoffnungsvoll, dass es noch eine Chance gibt für eine Einigung und um Bedingungen zu schaffen für zukünftige Verhandlungen.” Die Konfliktparteien seien den Bemühungen um Vermittlung dabei weiterhin verpflichtet.

Eine katarische Delegation habe dazu am Montag an einem erneuten Treffen in Teheran teilgenommen, das statt der angesetzten Dauer von einer Stunde drei Stunden gedauert habe, sagte al-Ansari. Es gebe einen fast stündlichen Austausch zu dem Konflikt mit anderen Staaten in der Region und internationalen Partnern. Katar tritt zusammen mit Pakistan als Vermittler auf.

Iran: Weitere US-Drohnen abgefangen

Vonseiten iranischer Staatsmedien hieß es in der Nacht auf Dienstag, die Revolutionsgarden hätten südlich der Insel Qeshm zwei weitere US-Aufklärungsdrohnen mithilfe elektronischer Systeme in ihre Gewalt gebracht. Zudem sei östlich der Straße von Hormuz eine US-Drohne zerstört worden. In der Regel lassen sich derlei Angaben nicht unabhängig verifizieren. Laut dem Wissenschaftlichen Dienst des US-Kongresses haben die USA aber seit Beginn ihrer Angriffe auf den Iran Dutzende Flugzeuge und Drohnen verloren oder Schäden daran verzeichnet.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) meldeten außerdem Explosionen an drei Tankern in der Straße von Hormuz. Die Schiffe seien in der Früh auf Seeminen aufgefahren, hieß es in einer Erklärung der IRGC. Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Straße von Hormuz ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. In den vergangenen Wochen hat der Iran Angriffe auf Schiffe in der Meerenge intensiviert.

Damit war auch der Ölexport durch die Meerenge wieder zurückgegangen. Nach einem Hoch Mitte Oktober seien die Exporte durch die Straße von Hormuz zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Ende August gefallen, berichtete der Datenanbieter Kpler. In den vergangenen Tagen seien 45 Prozent des Öls im Vergleich zum Vorkriegsniveau exportiert worden. Insbesondere auf einer südlichen Route entlang der Küste des Oman hatten in den vergangenen Wochen Frachter unter Geleitschutz des US-Militärs Öl von Exporteuren am Persischen Golf transportiert. Dort waren zuletzt immer wieder Zwischenfälle gemeldet worden.

Im Vorfeld der Angriffe des US-Militärs hatte US-Präsident Donald Trump noch einen Rückgang der Ölpreise gefeiert. Den Rückgang der Preise begründete er damit, dass viele der Auffassung seien, der Krieg mit dem Iran gehe zu Ende. Der Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Mehrere Medien hatten zuletzt über Pläne der Regierung in Washington berichtet, nach der heutigen US-Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.

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