Türkei schließt Pakt mit Pakistan und Saudi-Arabien

Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan schließen Militärpakt

Freitag, 07. August 2026 | 13:35 Uhr

Von: importer

Inmitten wachsender Spannungen am Golf haben die Atommacht Pakistan, der NATO-Staat Türkei und die einflussreiche Golfmonarchie Saudi-Arabien einen weitreichenden gemeinsamen Verteidigungspakt unterzeichnet. Bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Länder im saudi-arabischen Mekka sei der sogenannte “Mekka-Verteidigungspakt” geschlossen worden, hieß es in offiziellen Mitteilungen.

Jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten gelte als Angriff auf alle drei Bündnispartner, heißt es in den Stellungnahmen. Die Vereinbarung zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, dem saudi-arabischen Kronprinzen und De-facto-Staatschef Mohammed bin Salman und dem pakistanischen Regierungschef Shebaz Sharif sei ein Ausdruck des Engagements der drei Staaten, ihre gemeinsamen Sicherheitsinteressen zu stärken, hieß es. Zunächst war von einem Treffen in der Hafenstadt Jeddah die Rede gewesen. Weitere Details über die Inhalte des Paktes wurden nicht bekannt. Pakistan und Saudi-Arabien sind bereits seit September 2025 über ein gemeinsames Verteidigungsabkommen verbunden.

Angriffe auf Saudi-Arabien aus dem Jemen

Erst in der Nacht auf Freitag hatte Saudi-Arabien Verletzte nach einem Angriff der jemenitischen Houthi-Miliz im Königreich gemeldet. Man bereite sich auf weitere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die Houthi vor. Beide Gruppen gelten als Verbündete des Irans.

Der Dreier-Gipfel findet vor dem Hintergrund der Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen den USA und dem Iran statt. Pakistan versucht, beide Seiten zur Wiederaufnahme ihrer Verhandlungen zu bewegen. Ein Grund für den Verteidigungspakt zum jetzigen Zeitpunkt sind nach Angaben aus saudi-arabischen Militär-und Regierungskreisen der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Region und die ganze Welt.

“Das Vorhaben war schon länger im Gespräch, aber die jüngsten Ereignisse in der Region haben es beschleunigt”, hieß es aus saudi-arabischen Militärkreisen. Aus Kreisen der Regierung wurde die geplante Unterzeichnung des Verteidigungsabkommens in Jeddah bestätigt. Offiziell wurde zunächst nicht mitgeteilt, worum es bei dem Treffen in der Hafenstadt am Roten Meer gehen soll.

Iran und Oman verständigten sich über Route durch Straße von Hormuz

Zuletzt verständigten sich der Iran und der Oman nach iranischen Angaben auf eine Route, über die Schiffe grundsätzlich die weitgehend blockierte Straße von Hormuz sicher passieren könnten. Pakistan äußerte die Hoffnung, die Einigung könne auch neue Gespräche zwischen Washington und Teheran ermöglichen.

Die für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel wichtige Meerenge ist seit Monaten de facto geschlossen. Der Iran hat Teile der Wasserstraße vermint, zudem wurden mehrfach Schiffe angegriffen. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran zuletzt erneut mit schweren Angriffen, sollte die Meerenge nicht rasch geöffnet werden.

Am Donnerstag kündigte Trump einmal mehr an, dass die Straße von Hormuz “bald” geöffnet werde. Die Gespräche darüber liefen “sehr gut”, sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. “Ich bin in die Verhandlungen eingebunden.”

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