"Angriff auf das Unterland muss Folgen haben"

Wahlkreisreform: STF hat “genug von den SVP-Ausreden”

Donnerstag, 20. August 2026 | 13:45 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Als bezeichnend wertet die Süd-Tiroler Freiheit die Aussagen des SVP-Geschäftsführers Martin Karl Pircher zur Wahlkreisreform. Pircher mahnt zu einem milden Kurs gegenüber Italien. Andernfalls könnte Rom Südtirol noch mehr nehmen.

Für die Süd-Tiroler Freiheit zeigt diese Haltung, wohin die Koalition der SVP mit der italienischen Rechten geführt hat: “Südtirol soll gegenüber Rom kuschen.” Für die Süd-Tiroler Freiheit ist klar: “Die Unterlandler haben genug von Ausflüchten und Beschwichtigungen. Es muss endlich das Ende dieser Koalition auf den Tisch gebracht werden.”

Fakt sei: “Gegen den skandalösen Urzì-Antrag in der Abgeordnetenkammer stimmte einzig Manfred Schullian. Die SVP schwieg. Es war und ist ein Totalversagen, von dem die SVP-Führung nun mit aller Macht ablenken und die Verantwortung von sich schieben will”, betont Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.

Und weiter: “Ein ganzes Tal steigt seit Wochen auf die Barrikaden und kämpft um seine Rechte. Doch ausgerechnet Landeshauptmann Kompatscher schweigt beharrlich. Bei heiklen Fragen geht der Landeshauptmann wieder auf Tauchstation. Damit zeigt sich erneut die beängstigende Führungslosigkeit, in der sich unser Land befindet.”

Die Bewegung nimmt außerdem den Koalitionspartner in die Pflicht: “Auch von der freiheitlichen Landesrätin Ulli Maier kam bisher kein Wort über die Lippen. Auch sie ist Teil der unseligen Koalition aus SVP und Neofaschisten. Was ist nur aus diesen Freiheitlichen und ihrer Forderung ‚Südtirol zuerst‘ geworden? Auch sie könnten längst die Koalitionsfrage stellen.”

Für die Süd-Tiroler Freiheit bleibt nur ein wirksames Druckmittel: “Die SVP muss Bianchi und Urzì klarmachen, dass ein Angriff auf die Autonomie und auf das Unterland politische Folgen hat. Wird dieser Angriff nicht abgeblasen, muss die SVP die Koalition in Bozen aufkündigen und die Fratelli und Forza Italia aus der Regierung schmeißen.”

Bezirk: Bozen

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