Primatenforscherin ist weltberühmt

Zu teure Nachhaltigkeitstage? – Jetzt redet Jane Goodall

Sonntag, 04. Dezember 2022 | 11:57 Uhr

Bozen – Die Tage der Nachhaltigkeit, die Anfang September am Bozner Messegelände stattgefunden haben, bieten nach wie vor Anlass zur Kritik, die sich im Wesentlichen auf zwei Punkte zusammenfassen lässt: zu wenig Interesse vonseiten der Bevölkerung und vor allem zu teuer. Ins Visier gerieten insbesondere die hohen Honorare der auswärtigen Referenten. Doch nun meldet sich die weltbekannte Primatenforscherin Jane Goodall selbst zu Wort.

Während das Team K mittels Landtagsanfrage nachgehakt hat, hinterlegten die Grünen sogar eine Eingabe beim Rechnungshof.

Grundsätzlich sieht das Land 110 Euro pro Stunde für Referententätigkeit vor. Maximal dürfen es 400 Euro für eine gesamte Veranstaltung sein. Eine Erhöhung um 50 Prozent ist möglich, sofern es sich um Initiativen mit hochspezialisierten Inhalten handelt oder um Themen, die an bestimmte Zielgruppen, wie etwa Führungskräfte gerichtet sind. Die Erhöhung muss durch den Lebenslauf, durch die berufliche Erfahrung, die angegebenen Referenzen oder eine Spezialausbildung gerechtfertigt sein.

Während Sabina Jeschke und David Wallace-Wells bei den Nachhaltigkeitstagen nun stolze 22.000 Euro bezahlt wurden, bekam Clover Hogan immerhin noch 15.000 Euro. Jane Goodall und die Vertreterin des Jane Goodall Instituts in Italien, Daniela De Donno, erhielten je 20.000 Euro.

In seiner Antwort an das Team K legte Landeshauptmann Arno Kompatscher ein persönliches Schreiben der britischen Verhaltensforscherin bei. „Wir wollen daran erinnern, dass die gesamte Summe, die eingenommen wurde, dem Jane Goodall Institut in Italien und insbesondere der Nachwuchs-Aktion “Roots and Shoots” (“Wurzeln und Sprösslinge”) übertragen wird“, schreibt Goodall. Das Programm zur Umwelterziehung umfasst mittlerweile Zehntausende Mitglieder in knapp 120 Ländern und engagiert sich in lokalen Umwelt- und Sozialprojekten.

Kompatscher betont, dass die Teilnahme Goodalls der Veranstaltung mehr Wirkung und Sichtbarkeit verliehen habe, wie die italienische Tageszeitung Alto Adige berichtet.

Die Primatenforscherin und Umweltaktivistin engagiert sich seit Jahrzehnten für einen umfassenden Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. In den 1960-er Jahren hatte sie das Verhalten der Schimpansen zu studieren begonnen – jener Menschenaffen, die uns am nächsten seinen, wie Goodall in einer Rede erinnerte. David Greybeard, zu Deutsch “Graubart”, war der erste Schimpanse, der vor rund 60 Jahren seine Scheu überwinden konnte und ihr näher kam.

Viele Erkenntnisse über frei lebende Schimpansen sind auf Jane Goodalls Arbeiten zurückzuführen. Sie bestätigte beispielsweise Beobachtungen, die Wolfgang Köhler in den 1910er-Jahren bei gefangenen Artgenossen gemacht hatte, dass Schimpansen zum Gebrauch von Werkzeugen fähig sind: Zum einen brechen sie Zweige ab und angeln damit Termiten aus den Löchern ihrer Bauten; zum anderen verwenden sie Steine als Hammer und Amboss, um Nussschalen zu sprengen. Ferner fand Goodall heraus, dass Schimpansen auch Fleisch fressen und sogar gemeinschaftlich auf die Jagd nach anderen Affenarten gehen sowie in Gruppen andere Schimpansengruppen attackieren.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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40 Kommentare auf "Zu teure Nachhaltigkeitstage? – Jetzt redet Jane Goodall"


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Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 24 Tage

Das ist die typische Neid, Hass und Missgunst “Kultur”, die hier von den Hungerleidern, Staatsalimentierten und Nichtskönnern permanent verbreitet wird. Gott sei Dank hat das mit dem weit überwiegenden Teil der SüdtirolernInnen überhaupt nichts zu tun….

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 24 Tage

Dafür ein Like! Aber du irrst , es gibt viele davon!

Ischjolougisch
Ischjolougisch
Tratscher
1 Monat 24 Tage

@Rudolfo
Haben sie eventuell auch richtige Argumente als konkrete Lösungsvorschläge mit “Neid, Hass und Missgunst Kultur” Phrasen klein zu reden und ihre Mitstreiter hier auf SN als Hungerleider, Staatsalimentierer und Nichtskönnern zu beleidigen ? Ihre Ausdrucksweise zeigt deutlich ihren Charakter.

genau
genau
Kinig
1 Monat 24 Tage

Was ein privates Unternehmem mit seinem Geld macht ist die Sache der Organisation!
Aber es geht hier um Steuergelder!

Meinst du deinen Kommentar wirklich Ernst???🤦

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 24 Tage

@Ischjolougisch…hier liest man unaufhörlich, wie gut es Südtirol ginge, wenn es weg von Italien wäre, wieviel Wohneigentum die SüdtirolerInnen besitzen usw. usf. Mit was wollt ihr dann das “Autonomsein” finanzieren, wenn schon wegen 20.000 Euro für richtige !! Kultur und Prominenz, die mal ein seltenes Glanzlicht aufs heilige Landl wirft, herumgeeiert wird ??

Staenkerer
1 Monat 24 Tage

na, jo, lei weil nit jeder südtiroler sich stillschweigend nochholtig zum steuergeldverschleudernden spendn🐒 mochn losst muaß man se nit wieder olle als neithammel hinstelln … oder?

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 24 Tage

@Staenkerer…Ich bin mit deinen Beiträgen und Kommentaren oft einverstanden. Doch dieses Mal frage ich mich, ob Du dir die Mühe gemacht hast, meinen Kommentar verstehen zu wollen. Ich glaube nicht, denn sonst würdest Du nicht so antworten. Ich betonte ausdrücklich, dass es sich um die hier !! (auf SN) tummelnden NHMler handelt, die eine (eigentlich zu vernachlässigende Minderheit) der SüdtirolerInnen darstellen….

Staenkerer
1 Monat 24 Tage

@Rudolfo das es a verschwindende mehrheit isch de do kommentare obgib werd stimmen, das de nit widergib wos de ollgemeonheit denkt, stimmt a, ober genau deswegn konn man a nit rückschliessen das
a) de, de sich auf den weg gegen steuergeldverschwendung aussprechn LEI NEIDER sein, oder
b) oder gor, wie es oft durchkling, auf grund der poor kommentare rückgschlossn werd das südtiroler neider sein!
überbezohlte gostredner für a kaum besuchte veronstolltung isch schlicht verschwendung und des nor, weils kritik regnet, als gechechtfertigt, denn es wor eh a “spendenaktion”, also a guats werk, isch schlicht a frechheit!

el_tirolos
el_tirolos
Superredner
1 Monat 25 Tage

Die Steuergelder könnten besser investiert werden… Viele Südtiroler kämpfen gegen die Armut und das Land wirft das Geld mit beiden Händen beim Fenster raus…

enkedu
enkedu
Kinig
1 Monat 24 Tage

bravo. Alles gesagt.

Faktenchecker
1 Monat 24 Tage

Das Geld ist besten investiert und Du! bestätigst das .

Danke für die Werbung.

Pasta Madre
Pasta Madre
Tratscher
1 Monat 25 Tage

Hochachtung gegenüber Jane Goodall was sie geleistet hat.
Bewundernswert das diese Frau ihr ganzes Leben der Umwelt gewidmet hat.
Trotzdem ist diese Gage zu hoch, auch wenn sie es wieder einer gemeinnützigen Organisation gespendet hat.?

In Südtirol kommen viele ältere Menschen nicht über die Runden die ihr ganzes Leben SÜDTIROL gewidmet haben.

Dort ist nie Geld übrig.

Deswegen sind alle diese Gagen zu hoch.

Faktenchecker
1 Monat 24 Tage

blabla bla….

Faktenchecker
1 Monat 24 Tage

Du bist so was von Rechts…

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

Ich schätze den Einsatz von Frau Goodan sehr, aber was zu viel ist, ist zuviel. in der heutigen Zeit hätte man sie auch online zuschalten könnendann hätte sich die betagte Frau die Reise erspart Auch das wäre ein Zeichen für Nachhaltigkeit gewesen.

Staenkerer
1 Monat 24 Tage

moansch de poor de ins messegelände kemmen sein sein ausschließlich nochholtig zu fuaß oder mitn radl kemmen?

Asterope
Asterope
Grünschnabel
1 Monat 24 Tage

Frau Goodall war per Video zugeschaltet, sie war nicht vor Ort anwesend.

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

Jetzt sucht das Land krampfhaft nach einer Legitimation für ihren Geldverwurf. Was da geschah, ist schlicht ein Skandal, und die Verantwortlichen gehören zur Rechenschaft gezogen.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 24 Tage

…Primatenforscher braucht es unbedingt in den Alpen…
😆

Holzile
Holzile
Grünschnabel
1 Monat 24 Tage

Du woasch schun (na wohrscheinlich net bo deina ignorantn aussogn), dass die Baiern vo de die Südtirola oschtom in die meischtn Studien und Teschts (PISA, Bundeswehr-Studie, IQ Teschts, usw…) ollm am beschtn oschneidn?

Ah die Schweizer, Franzosn und Italiene de wos in die Olpn lebn sein top und meischtns bessa als die Flochlandla und wos wärma isch.

Cold Winter Theory, google amo und moch di schlau, oha geht jo net….

Holzile
Holzile
Grünschnabel
1 Monat 24 Tage

La is gleiche mit die Tiroler und Solzburga in Eschtreich!

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 24 Tage

@Holzile
…habe den Kommentar eher auf Goodalls Schimpansen bezogen…wenn du mit Primaten dann aber lieber Tiroler, Bayern und Salzburger meinst, habe ich da nichts dagegen…
😆

@
@
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

@Holzile
Bevor du im Netz weiter Unsinn verbreitest,solltest du dich etwas mehr mit Anthropologie beschäftigen. Apropos “cold winter theory” Wie erklärst du dir warum die moderne menschliche Rasse, die sich im tropischen Afrika entwickelt hat, im Vergleich zu den Neandertalern, die über Jahrtausende unter harten eiszeitlichen Bedingungen überlebt hatten, eine größere Intelligenz und kognitive Raffinesse entwickelte. Das gute Abschneiden der Bayern bei verschiedenen Tests, gilt nur innerhalb Deutschlands und ist bedingt durch das Schulsystem
Weltweit führend bei Pisa ist Estland, vor Japan und Korea und diese Länder sind ziemlich flach🤔😂

@
@
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

@Holzile
Vobei ich mich korrigieren muss,dass Japan und Korea nicht flach sondern gebirgig sind😬

Staenkerer
1 Monat 24 Tage

vieleicht kam ba a vorschung auf warum de ba ins überbezohlt wern….

Italo
Italo
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

Doolin. Hon mir es gleiche gedacht 🤭

Holzile
Holzile
Grünschnabel
1 Monat 23 Tage

xD Do honni mi wo zin Offe gimocht…

Holzile
Holzile
Grünschnabel
1 Monat 23 Tage

Do Homo Sapiens der wos aus Afrika kemm isch hot in Neandatola vodräng, se isch nix neues, lernt man in do Schuile. Do NT isch woll ausgstorbm.

In Europa sein die klimatischn Bedingungen woll herta als in Afrika. Wer unvorbereitet ibbon Winto will stirb = la die intelligentan ibbolebn.

Je herta die Bedingungen desto schlaua die Viecho, gibs a bo die Offn. Gibs a a Studie zi die Makaken; je nördlicher und kelta desto schlaua worn se in Japan. Leido finnisse net. :/

lks
lks
Grünschnabel
1 Monat 24 Tage

Das was ausbezahlt wurde war eine Honorarnote, sprich ein Gehalt. Wenn dieses weitergespendet ist, dann ist das Sache dessen, welcher den Gehalt erhalten hat. Keinesfalls kann dies als Rechtfertigung dienen um Steuergelder als viel zu hohe Honorarnoten zu bezahlen.
Mein Vorschlag wäre den üblichen Tarif anzuwenden und den Aufschlag bis zur Summe von 20000 Euro Herrn Komaptscher persönlich anzulasten.
Ist so eine Ausgabe nicht Veruntreuung von Steuergeld?

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

Allein deshalb müsste Kompatscher zurücktreten…..bei allem Verständnis….20000 bis 25000 euro für einzelne Referenten….Hohn und Spott für den einfachen Arbeiter und Bürger der zusehen muss wie er täglich über die Runden kommt.

ghostbiker
ghostbiker
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

trotzdem viel zuviel Steuergeld verschwendet

Lara
Lara
Grünschnabel
1 Monat 24 Tage

Es ist natürlich sehr ehrenhaft vom Landeshauptmann sich dem größten Problem unserer Zeit, der Umwelt, anzunehmen. Nur vergisst er dabei das Volk. Die kleinen Leute, die mittlerweile andere Probleme haben. Die sich Nachhaltig zu leben einfach nicht mehr leisten können. Mit einmaligen Finanzzuschüssen ist es nicht getan…

Ortner
Ortner
Grünschnabel
1 Monat 24 Tage

Haha. Mehr Aufmerksamkeit ist euch Schlawinern gelungen. Danke Jane. Jetzt weiss jeder dass REDEN über Nachhaltigkeit in südtirol teuer bezahlt wird.

sakulien
sakulien
Neuling
1 Monat 24 Tage

Schamen solln sich insre Politiker, de sette Summen an de leit zohln, und 2 strossn weiter miesn insere eigenen oltn leit fost verhungern und unfongen zuig aus Geschäft zu stehln. Ober des interessiert de koan bissl

raunzer
raunzer
Superredner
1 Monat 24 Tage

Leeres Stroh dreschen hätte man auch billiger haben können, oder glaubt tatsächlich jemand dass sich daraus auch nur ansatzweise etwas Positives entwickelt.

Bissgure
Bissgure
Tratscher
1 Monat 24 Tage

mir homs jo , ödo ??????? und die oltn kenn ba ins bold amol fenschtokitt essn !! wo bleib do bittschian die gerechtigkeit ? 🥺

harry
harry
Grünschnabel
1 Monat 24 Tage

Einfach zu teuer.
Dafür hätten billigere Referenten gesucht werden können. Leider steht es in keinem Verhältnis.

Vonmiraus
Vonmiraus
Tratscher
1 Monat 24 Tage

@el_tirolus
Wer in Südtirol arm ist, arbeitet nicht. Ausnahmen bestätigendie Regel. Dann tut mir auch niemand leid, denn Arbeit gäbe es mehr als genug!

krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 24 Tage

Ich bin auch der Meinung, dass wir momentan keinen helleren Stern als den Arno haben, der Landeshauptmann/frau werden könnte.
Aber meine Stimme wird die SVP deshalb trotzdem nicht bekommen – es gibt ausreichend Gründe dafür!

Vonmiraus
Vonmiraus
Tratscher
1 Monat 24 Tage

@sakulien @ bissgure
Mittlerweile müsste es auch bis zu euch vorgedrungen sein: die Rente wird nach Einzahlung in die Rentenkasse berechnet. Wer wenig einzahlt…verstanden?🙈

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