Von: Redaktion Südtirol News
Zwei Endspiele. Zwei Favoritensiege. Und zweimal eine starke Wende: Silvia Ambrosio und Matteo Dal Zotto haben beim TC Rungg die Prequalificazioni Internazionali BNL d’Italia gewonnen. Beide mussten einen Satzrückstand aufholen.
Die Matchbälle fielen beinahe gleichzeitig. Dann durfte beim TC Rungg doppelt gefeiert werden. Matteo Dal Zotto gewann das Herrenfinale. Lokalmatadorin Silvia Ambrosio setzte sich bei den Damen durch. Leicht machten es ihre Gegner den beiden Topgesetzten nicht. Im Gegenteil. Dal Zotto verlor gegen Alessandro Ragazzi den ersten Satz mit 3:6. Danach übernahm der 25-Jährige das Kommando. Er wurde sicherer. Druckvoller. Und drehte das Finale mit 6:2 und 6:4.
„Ich spiele sehr gerne hier. Die Bälle springen hoch ab, das liegt mir“, erklärte Dal Zotto. Sein großes Ziel ist klar: Rom. „Ich wollte dieses Turnier gewinnen und habe es geschafft. Mit einem Sieg und einem Viertelfinale bin ich auf einem guten Weg. Bei den Internazionali in Rom zu spielen, ist mein Ziel.“
Ambrosio meldet sich zurück
Noch emotionaler war der Erfolg von Silvia Ambrosio. Die 29-Jährige bestritt beim TC Rungg ihre ersten Matches seit den Australian Open. Im Finale gegen Clarissa Gai geriet auch sie zunächst ins Hintertreffen.
Ambrosio verlor den ersten Satz mit 2:6. Dann war sie wieder da. Die Nummer eins des Turniers steigerte sich deutlich und holte sich die nächsten beiden Durchgänge mit 6:3 und 6:1. Ein Sieg vor Freunden, Fans und Wegbegleitern. „Es ist wunderschön, hier bei meinem Verein und vor meinem Publikum zu spielen“, sagte Ambrosio. Auch sie blickt bereits nach vorne: „Ich hoffe, dass ich in Rom spielen kann.“
Fünf Matchbälle vergeben
Der TC Rungg hätte sogar mit zwei Spielerinnen im Endspiel stehen können. Verena Meliss lieferte sich mit Clarissa Gai einen echten Krimi. Die Rungg-Spielerin vergab fünf Matchbälle. Danach verlor sie den entscheidenden Tiebreak und zertrümmerte aus Frust ihren Schläger.
Auch Nicolò Toffanin fehlte nicht viel zum Finaleinzug. Der Lokalmatador gewann gegen Alessandro Ragazzi den ersten Satz mit 7:5. Anschließend drehte Ragazzi jedoch die Partie.
„Die Qualität der Spiele war sehr hoch“, bilanzierte Rungg-Cheftrainer Manuel Gasbarri. Mit den Teilnehmerzahlen war er hingegen nicht zufrieden. „Beim nächsten Mal müssen wir einen anderen Termin finden.“
Besonders groß war die Freude über das Comeback von Ambrosio. „Es war eine schwierige Zeit. Wir sind glücklich, Silvia wieder spielen zu sehen. Jetzt hoffen wir, dass diese Phase endgültig vorbei ist. Dieser Sieg war für uns alle sehr emotional.“ Mit ihren Turniersiegen haben Ambrosio und Dal Zotto einen wichtigen Schritt in Richtung Rom gemacht. Dort wartet das große Ziel: die Internazionali BNL d’Italia 2027 im Foro Italico.
Die Ergebnisse
Herren
Viertelfinale
Matteo Dal Zotto (2.1/Bassano) – Matteo Trombini (2.4/CT Pavullo) 6:2, 6:1 Christian Fellin (2.3/CT Trento) – Guelfo Borghini Baldovinetti (2.4/CT Giotto) 6:1, 6:3 Nicolò Toffanin (2.3/TC Rungg) – Andrea Pavia (2.4/Canottieri Padova) 6:3, 6:4 Alessandro Ragazzi (2.2/Sporting Life Center) – Daniel Lechner (2.4/TC Rungg) 6:4, 6:3
Halbfinale
Matteo Dal Zotto – Christian Fellin 6:2, 6:2 Alessandro Ragazzi – Nicolò Toffanin 5:7, 6:4, 6:4
Finale
Matteo Dal Zotto – Alessandro Ragazzi 3:6, 6:2, 6:4
Damen
Viertelfinale
Silvia Ambrosio (1.6/TC Rungg) – Nicole Scalvini (2.4/CS Il Milanino) 6:1, 6:0 Cecilia Manitto (2.3/ASD Break Point) – Sandra Marciniak (2.5/TC Rungg) 6:1, 6:4 Verena Meliss (2.3/TC Rungg) – Silvia Maffi (2.5/Timing SSD) 6:1, 6:0 Clarissa Gai (2.3/CT Lucca) – Finja Matuella (2.6/TC Gherdeina) 4:6, 6:0, 6:4
Halbfinale
Silvia Ambrosio – Cecilia Manitto 6:3, 6:1 Clarissa Gai – Verena Meliss 3:6, 6:1, 7:6
Finale
Silvia Ambrosio – Clarissa Gai 2:6, 6:3, 6:1
Abschluss der 3. Kategorie
Jacob Nicolussi (3.4) – Valeriano Rampazzo (3.1) 6:0, 6:0 Bianca Boz (3.1) – Teresa Di Gallo (3.2) 6:1, 7:5
Entscheidungen der 4. Kategorie
Herren: Nicolò Santini (3.5) – Fabian Planatscher (3.4) 7:6, 3:6, 10:8 Damen: Emily Milkovski (3.4) – Denise Cattani (4.1) 7:6, 6:1 Herren-Doppel: Andrea Stefenelli/Giacomo Springhetti – Andrea Bonivento/Nicolò Santini 6:2, 6:2 Damen-Doppel: Karin Moser/Heidi Elizabeth Moser – Denise Cattani/Manuela Kerschbaumer 4:6, 6:4, 12:10





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