Von: importer
Brustlagen-Spezialist Luka Mladenovic hat es bei der Pariser Langbahn-EM am Tag nach seinem Bronze-Lauf über 200 m auch über 50 m ins Semifinale geschafft. 27,22 Sek. bedeuteten am Freitag Rang 13 unter den Aufsteigern, Landsmann Valentin Bayer war in persönlicher Bestzeit von 27,06 Achter. Martin Espernberger hat über 200 m Delfin unter den Top 16 die neuntbeste Vorlaufzeit stehen, der Oberösterreicher kam auf 1:56,59 Min. Alle übrigen angetretenen OSV-Aktiven schieden aus.
Mladenovic hatte in der Nacht nach seinem bisher größten Erfolg wenig Schlaf, ein Nachmittagsschläfchen sollte ihn aber fit für den Angriff auf die Finalplätze machen. “Das Ziel wäre, wie in Singapur (WM-Finalachter 2025, Anm.) unter 27 Sek. zu bleiben”, sagte der 22-Jährige. “Dann bin ich wahrscheinlich unter den Top acht dabei.” In den Samstag-Endlauf (18.42 Uhr) will natürlich auch Bayer. “Nach den enttäuschenden 100 m Brust war das ein großer Schritt nach vorne.” Der 26-Jährige ging auf seine erste Sub-27-Zeit los. Den OSV-Rekord hält Mladenovic mit 26,72 Sek.
Espernberger orientierte sich an Marchand
Espernberger schwamm in der Bahn neben dem lokalen und auch globalen Superstar Leon Marchand, orientierte sich am Franzosen. “Ich habe ein bisschen geschaut, was er tut, weil er richtig schnell ist.” Für den 22-jährigen WM-Dritten 2024 war es das erste Rennen über seine Paradestrecke nach längerer Zeit. “Das ist dann immer Gewöhnungssache. Ich muss schon etwas drauflegen, um ins Finale zu kommen.” Seine 20-jährigen Landsleute Noah Zemansky in 2:03,24 und Philipp Rizek in persönlicher Bestzeit von 2:05,62 belegten die Ränge 31 bzw. 36.
Nichts mit dem Aufstieg zu tun hatten jeweils im Brustsprint auch der 32-jährige Tiroler Bernhard Reitshammer (27,77/30.) und der 27-jährige Vorarlberger EM-Debütant Jan Niedermayer (28,44/56.). Iris Julia Berger kam auch über 100 m Rücken nicht aus ihrem EM-Tief heraus, wurde in 1:02,58 Min. 28. Nida Omid (2:18,86 Min.) und die vor kurzem nach in England abgelegter Matura in die Südstadt gewechselte Aviva Hollinsky (2:19,02) schlossen ihre Saison über 200 m Lagen mit den Plätzen 22 und 23 ab, Marlene Kahler die ihre über 50 m Kraul in 26,53 Sek. als 43.
Für die 25-jährige Niederösterreicherin war es auf einer für sie absoluten Nebenstrecke ein EM-Ausklang, in der nun rund dreiwöchigen geht es für sie mit ein paar Teamkolleginnen und -kollegen auf Urlaub. “Es war für mich eher eine EM für den Kopf, dass ich wieder reinkomme, wie ich mit dem Adrenalin umgehen kann, mit der Nervosität”, erklärte Kahler am Schluss ihres Comeback-Jahres. Ihr Trainingspartner Christian Giefing bestreitet am Freitag (18.36 Uhr) das Finale über 200 m Kraul. Die Semifinali im Brustsprint und über 200 m Delfin sind für 18.59 und 19.25 Uhr angesetzt.




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