Von: Martin Geier
Bozen – Hydro Fehérvár AV19 setzte sich in einem umkämpften Heimspiel gegen HCB Südtirol Alperia mit 3:2 nach Verlängerung durch und fügte dem Tabellenführer die erste Niederlage nach fünf Siegen in Folge zu. Nach einem torlosen Auftaktdrittel brachte Matt Bradley die Foxes in der 29. Minute in Führung. István Terbócs glich kurz vor der zweiten Pause im Powerplay aus, ehe Daniel Mantenuto die Gäste im Schlussabschnitt erneut in Front schoss. Doch Fehérvár schlug zurück: Anže Kuralt stellte in der 54. Minute auf 2:2 und erzwang damit die Verlängerung. Dort avancierte Justin MacPherson nach 62:19 Minuten zum Matchwinner. Für die Ungarn war es der zweite Sieg in Folge, womit sie sich mit 21 Punkten auf den neunten Tabellenplatz verbesserten. Bozen nahm immerhin einen Punkt mit und führt die Tabelle nun alleine an.
Ein wenig überzeugender und zu undiszipliniert agierender HCB Südtirol Alperia muss sich bei Hydro Fehérvár AV19 mit nur einem Punkt begnügen. Die Ungarn setzen sich dank des Treffers von MacPherson mit 3:2 nach Verlängerung durch, nachdem die Foxes im Laufe des Abends durch Tore von Bradley und Mantenuto zweimal in Führung gegangen waren. Bozen hält nun bei 37 Punkten und übernimmt damit dennoch die alleinige Tabellenführung, einen Zähler vor Linz. Am Sonntag um 17:30 Uhr steht bei den Vienna Capitals das letzte Spiel vor der Länderspielpause auf dem Programm (live auf Sporteurope.tv).
Der Spielverlauf:
Coach Karhula setzt auf dasselbe Lineup wie am Mittwoch gegen Villach und muss somit weiterhin auf den verletzten Ratcliffe verzichten. Eine Änderung gibt es allerdings: Zwischen den Pfosten steht Costantini, während Domingue eine Pause erhält.
Die Ungarn erwischen den besseren Start und können auch dank eines Powerplays viel Druck aufbauen und sich längere Zeit in der Offensivzone festsetzen. Bozen verteidigt jedoch geordnet, lässt aber einige Chancen zu: Zunächst kann Cyr vor dem Tor kein Kapital aus seiner Möglichkeit schlagen, anschließend zeigt Costantini eine starke Parade gegen Mihalik, der nach einer schönen Aktion von Kuralt freigespielt wird. Mit zunehmender Spieldauer bringen die Foxes auch Reijola immer häufiger in Bedrängnis und erspielen sich im Powerplay die beste Gelegenheit des ersten Drittels: Gazley hat die Führung auf dem Schläger, entscheidet sich jedoch für einen Pass zu viel, sodass Fehérvár die Situation entschärfen kann. Nach 20 Minuten steht es 0:0.

Zu Beginn des Mitteldrittels müssen sich die Foxes zunächst in der Defensive behaupten, da die Ungarn gleich zweimal in Überzahl agieren dürfen. Das Penalty Killing der Weiß-Roten lässt dabei nichts anbrennen. In der 29. Minute schlägt Bozen dann eiskalt zu: Schneider bedient Bradley mit einem perfekten Zuspiel, und dieser trifft aus kurzer Distanz zur Führung. Die Foxes versuchen, den Schwung mitzunehmen, und kommen im Powerplay dem zweiten Treffer nahe. In der 33. Minute gelingt McClure tatsächlich das vermeintliche 2:0, doch nach einem langen Videoreview wird der Treffer wegen eines Spielers im Torraum aberkannt. Gegen Ende des Drittels darf Fehérvár erneut in Überzahl antreten und diesmal schlagen die Ungarn zu: Bei 38:41 legt Erdely auf Terbocs quer, der Maß nimmt und Costantini zwischen den Schonern bezwingt. Kurz darauf ist der Bozner Schlussmann erneut gefordert und verhindert mit einer wichtigen Parade gegen Erdely nach einem Konter einen weiteren Gegentreffer.

Bozen startet im Powerplay ins Schlussdrittel und geht prompt wieder in Führung: Schneider spielt Mantenuto frei, dessen Schuss vom Pfosten ins Tor springt. Anschließend machen sich die Foxes das Leben selbst schwer und ermöglichen den Gastgebern durch zwei Strafen weitere Überzahlsituationen, die diese jedoch nicht nutzen können. Die Weiß-Roten verpassen daraufhin nur knapp das 3:1: Zunächst scheitert Bradley an einer glänzenden Parade von Reijola, anschließend trifft Misley das Kreuzeck. Bei 53:03 gelingt den Ungarn schließlich der erneute Ausgleich: Nach einem Schuss von Campbell ist Kuralt zur Stelle und lenkt den Puck entscheidend an Costantini vorbei ins Netz. Bozen muss in der Schlussphase noch einmal hart kämpfen, um das Spiel in die Verlängerung zu bringen, und dabei erneut eine Unterzahlsituation überstehen.

In der Overtime sichert sich schließlich Fehérvár den Zusatzpunkt: MacPherson überrascht Costantini mit einer Aktion von hinter dem Tor. Der Puck prallt vom Körper des Bozner Schlussmanns ab und landet im Netz.
Hydro Fehervar AV19 – HCB Südtirol Alperia 3 – 2 OT [0-0; 1-1; 1-1; 1-0]
Tore: 28:38 Matt Bradley (0-1); 38:41 Istvan Terbocs PP1 (1-1); 44:26 Daniel Mantenuto PP1 (1-2); 53:03 Anze Kuralt (2-2); 62:19 Justin MacPherson (3-2)
Torschüsse: 26-31
Strafminuten: 8-14
Schiedsrichter: Gebei, Smetana / Muzsik, Konc
Zuschauer: 3.788






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