Lucas Pinheiro Braathen gab zum Saisonauftakt das Tempo vor

Braathen siegt beim Auftakt – Haaser in Sölden Fünfter

Sonntag, 25. Oktober 2026 | 15:13 Uhr

Von: importer

Der brasilianische Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen hat wie 2020 den Ski-Weltcupauftakt in Sölden gewonnen. Der 26-Jährige siegte am Sonntag auf verkürzter Riesentorlauf-Strecke vor den Schweizern Loic Meillard (+0,48 Sek.) und Marco Odermatt (+0,49). Der Tiroler Raphael Haaser (+0,86) wurde nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang hinter River Radamus (USA) Fünfter, Patrick Feurstein Zehnter. Stefan Brennsteiner fiel von Zwischenrang drei auf Platz elf zurück.

Weltmeister Haaser machte im Finale vor 14.300 Fans von Platz 20 aus noch einen großen Sprung nach vorne. “Gut wäre es, wenn es in zwei Läufen einmal so hinhauen würde. Der zweite Durchgang war volle Attacke, ich habe es von oben bis unten durchgezogen, habe es mir mehr zugetraut und bin aggressiver gefahren. Es ist voll aufgegangen”, sagte Haaser und zog nach seinem bisher besten Weltcup-Ergebnis im Riesentorlauf ein positives Fazit. “Mit Top fünf in die Saison zu starten, ist einmal sehr positiv, mit dem Ergebnis kann man sehr gut leben.”

Brennsteiner ratlos, Braathen stolz

Joshua Sturm landete als vierter Österreicher in den Punkterängen auf Rang 17. Der Vorjahreszweite Marco Schwarz schied im ersten Durchgang aus. “Ein Ausfall ist immer bitter, aber ich werde das nicht überbewerten”, sagte der Kärntner. Der im Vorjahr in Sölden viertplatzierte Brennsteiner war nach seinem Rückfall ratlos. “Ich habe mich echt ganz gut gefühlt. Leider einfach den Speed scheinbar nicht ganz gefunden. Im ersten nicht gut gefühlt, vom Speed her halbwegs gepasst. Im zweiten war es umgekehrt. Ich bin über die Ziellinie gefahren und war sehr optimistisch. Ich habe auf den Applaus gewartet, der ist leider nicht gekommen.”

Braathen feierte am Schauplatz seines Premierensieges – damals noch für Norwegen – und zwischenzeitlichen Rücktritts seinen neunten Weltcuperfolg. Saisonübergreifend war es für den Gewinner der kleinen Kristallkugel der dritte Riesentorlauf-Triumph in Serie. “Ich bin wirklich stolz, dass ich die neue Saison so beginnen kann.” Er war bereits nach dem ersten Durchgang vorangelegen.

Odermatt muss sich “brutal strecken”

Vorjahresgewinner Odermatt war gegen Braathen diesmal machtlos, der dreimalige Sölden-Triumphator zeigte sich aber trotzdem sehr zufrieden. “Ein Podestplatz ist immer gut”, sagte der fünffache Weltcupgesamtsieger und betonte: “Das Niveau wird von Jahr zu Jahr stärker. Die absolute Toptopform wie vor zwei Jahren, wo einfach nichts falsch gegangen ist, die habe ich nicht mehr, die haben andere, da muss man sich brutal strecken.”

Mitter mit zwiespältiger Bilanz

ÖSV-Alpinchef Christian Mitter bilanzierte mit gemischten Gefühlen. “Man sieht schon, dass wir eine Mannschaft haben, das ist einmal gut. Aber natürlich wollten wir auf das Podium beziehungsweise gewinnen. Im Vorjahr war es hier sehr gut, heuer vielleicht ein bisschen ein holpriger Start”, sagte Mitter und strich gleichzeitig die erzielten Teilerfolge hervor. “Es waren schnelle Sektionen dabei und schnelle ganze Durchgänge. Dass wir es heute nicht ganz zusammengebastelt haben, das ist der Skisport.” Vom angepeilten Sieg war sein Team auf der wegen starker Windböen im flachen ersten Teil verkürzten Strecke diesmal ziemlich weit weg. Der bis dato letzte Heimtriumph gelang Marcel Hirscher vor zwölf Jahren.

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